Lautlose Jäger im Dunkeln: Der Uhu und sein geheimes Leben am Ortsrand

Foto: Michael Büsing
(mb 16.7.26) Der Uhu und sein geheimes Leben am Ortsrand
In Nußloch geht es nachts auf die Jagd Bubo bubo – der Uhu. Versteckt an den Ortsgrenzen unserer Gemeinde schaut er manchmal nach uns. Wer genau hinhört, kann ihn nach Mitternacht auch manchmal rufen hören. Sein Haupt-Habitat ist allerdings der Steinbruch selbst. Mit seinen steilen Felswänden bietet er optimale Bedingungen für diesen König der Nacht. Auch der Nachwuchs wird hier aufgezogen und schon viele Jahre lebt der Uhu bei uns. Er hat seinen eigenen Fressplatz – wo sich oft die typischen Gewölle aus Knochen und Fell finden – und speziell in einer unerreichbaren Felswand seinen Nistplatz. Bevor wir ihn sehen, hat er uns meist schon selbst erspäht. Mit seinen großen leuchtenden Augen sieht er alles.

Foto: Michael Büsing
Bei der Jagd nach Mäusen, Ratten oder Igeln gleitet er dank seiner samtweichen Federn völlig lautlos durch die Dunkelheit. Nähert sich ein Mensch dem Brutbereich, schlägt der König der Nacht jedoch sofort Alarm. Mit lauten Warnrufen, Fauchen und rhythmischem Schnabelknacken markiert er seine Reviergrenze. Wer diese Signale ignoriert, muss mit Konsequenzen rechnen.

Foto: Michael Büsing
Während der Brutpflege und Aufzucht der Jungen (ca. von März bis Juli) verhalten sich Uhus extrem territorial, wachsam und – wenn nötig – absolut furchtlos. Um ihren Nachwuchs zu schützen, fliegen sie zunächst Scheinangriffe. Hilft das nicht, attackieren sie kompromisslos von hinten, was durch ihre messerscharfen Krallen zu tiefen, stark blutenden Risswunden führen kann.
Unter optimalen Bedingungen kann der Uhu ein Alter von 25 bis 27 Jahren erreichen. Er bleibt standorttreu aber der Nachwuchs muss nach einer gewissen Zeit das elterliche Revier verlassen und sich ein eigenes Zuhause suchen.
Foto und Text: Michael Büsing
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