Gefälschte Elster-Mails im Umlauf: Verbraucherzentrale warnt vor Datendiebstahl
Betrüger nutzen Steuerfrist aus
(mar 16.7.26) Je näher der Abgabetermin für die Steuererklärung 2025 rückt, desto aktiver werden Cyberkriminelle. Darauf macht die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg aufmerksam. Mit gefälschten E-Mails, die angeblich von Elster oder anderen Steuerportalen stammen, versuchen Betrüger derzeit, an persönliche Daten und Zugangsinformationen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu gelangen.
Die Abgabefrist endet am 31. Juli. Die damit verbundene Aufmerksamkeit und Unsicherheit nutzen die Täter gezielt aus. Die Nachrichten wirken auf den ersten Blick oft seriös und enthalten teilweise sogar offiziell anmutende Steuernummern sowie Hinweise auf angeblich neue Mitteilungen im Steuerportal.
Aufforderung zur Konto-Aktualisierung
In den E-Mails werden die Empfänger aufgefordert, ihr Konto zu aktualisieren oder zu synchronisieren, um eine neue Nachricht abrufen zu können. Dazu sollen sie einen in der Mail enthaltenen Link anklicken und persönliche Daten eingeben.
Genau an dieser Stelle beginnt die eigentliche Betrugsmasche. Wer dem Link folgt, gelangt auf gefälschte Internetseiten, die den Originalportalen täuschend ähnlich sehen. Dort abgefragte Zugangsdaten können anschließend von den Kriminellen missbraucht werden.
Auffälligkeiten bei Anrede und Absender
Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, eingehende Nachrichten genau zu prüfen. Ein erster Hinweis auf einen Betrugsversuch kann bereits die Anrede sein. Statt einer persönlichen Ansprache beginnen viele der gefälschten Mails lediglich mit einem allgemeinen „Hallo“.
Auch ein Blick auf die tatsächliche Absenderadresse kann Verdacht erregen. Hinter einem offiziell wirkenden Namen verbergen sich häufig E-Mail-Adressen, die keinen Bezug zu den Finanzbehörden oder den bekannten Steuerportalen haben. In aktuellen Fällen führen sie nach Angaben der Verbraucherschützer unter anderem zu einem vermeintlichen Sicherheitsunternehmen in Spanien.
Keine Links aus E-Mails öffnen
Wer Elster oder andere Steuerprogramme nutzt, sollte Benachrichtigungen grundsätzlich direkt im jeweiligen Portal überprüfen und nicht über Links in E-Mails aufrufen. Die Verbraucherzentrale rät dringend davon ab, über zugesandte Links Passwörter, Zugangsdaten oder andere sensible Informationen einzugeben.
Personen, die bereits auf eine solche Nachricht reagiert haben, sollten umgehend ihre Passwörter ändern und ihr Konto auf verdächtige Aktivitäten überprüfen. Zudem empfiehlt es sich, künftige E-Mails und Nachrichten besonders kritisch zu hinterfragen sowie Kontobewegungen aufmerksam zu beobachten.
Wachsamkeit bleibt der beste Schutz
Mit dem nahenden Ende der Steuerfrist rechnen Verbraucherschützer damit, dass die Zahl der Betrugsversuche weiter zunimmt. Wer bei unerwarteten Nachrichten vorsichtig bleibt und Steuerangelegenheiten ausschließlich über die offiziellen Portale erledigt, kann sich wirksam vor dem Missbrauch seiner Daten schützen.
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