SV Sandhausen will in Walldorf konstanter auftreten

SV Sandhausen vor Derby in Walldorf: Kauczinski fordert mehr Konstanz

(svs 25.9.26) Für den SV Sandhausen steht am Freitagabend das nächste Auswärtsspiel in der Regionalliga Südwest an. Im Nachbarschaftsduell gastieren die Schwarz-Weißen beim FC-Astoria Walldorf. Die Partie des 9. Spieltags beginnt um 19 Uhr im Dietmar-Hopp-Sportpark.

Vor der Begegnung sprach Cheftrainer Markus Kauczinski über die Aufarbeitung des 2:2 gegen den SSV Ulm, die Entwicklung seiner Mannschaft, den kommenden Gegner und die personelle Situation.

Kauczinski: „Wir müssen diese Dinge konstanter zusammenbringen“

Die Enttäuschung über das Unentschieden gegen Ulm sei direkt nach dem Spiel zunächst groß gewesen, erklärte Kauczinski. Sandhausen habe zweimal geführt und das Gefühl gehabt, etwas liegen gelassen zu haben. Mit etwas Abstand müsse man allerdings anerkennen, dass Ulm ein gutes Spiel gemacht habe und das Unentschieden insgesamt leistungsgerecht gewesen sei.

Vor allem in der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft den Gegner zu leicht spielen lassen und nicht konsequent genug verteidigt. Nach dem Ausgleich habe Sandhausen dagegen wieder offensiver gespielt und sich innerhalb von zehn Minuten drei große Chancen erarbeitet. Solche Phasen müsse die Mannschaft künftig besser steuern.

Kauczinski sieht bei seiner Mannschaft bereits viele gute Ansätze. Sie habe gekämpft, guten Fußball und ein gutes Gegenpressing gezeigt und sich teilweise gut im Raum bewegt. Allerdings würden diese Elemente noch nicht über die gesamte Spielzeit zusammenpassen.

„Wir müssen auch in Phasen, in denen wir tiefer stehen, aggressiv bleiben und dürfen dem Gegner nicht zu leicht den Weg vor unser Tor ermöglichen“, sagte der Trainer. Entscheidend sei, die gewünschten Verhaltensweisen über das gesamte Spiel stabil abzurufen.

Kurze Trainingswoche vor dem Derby

Nach Spielersatztraining und Regeneration hatte die Mannschaft am Montag frei. Anschließend arbeitete das Team zunächst in engen Räumen am Gegenpressing und am Schließen von Lücken.

In größeren Spielformen habe Kauczinski zudem Spieler auf anderen Positionen eingesetzt und verschiedene Dinge ausprobiert. Anschließend rückte die taktische Vorbereitung auf Walldorf zunehmend in den Mittelpunkt.

Lob für den FC-Astoria

Den kommenden Gegner bezeichnete Kauczinski als starken und gut eingespielten Gegner. Walldorf spiele guten Fußball, habe klare Abläufe und sei insbesondere im Übergangsspiel variabel.

In der Regionalliga Südwest seien die Unterschiede zwischen den Mannschaften insgesamt gering. „Alle Mannschaften können Fußball spielen und haben ihre Qualitäten. Das gilt für Walldorf genauso“, sagte Kauczinski.

Für seine Mannschaft gehe es vor allem darum, stabiler zu werden und die eigenen „Anker im Spiel“ zu finden. Auch in schwierigen Phasen müsse das Team aktiv und intensiv bleiben. Der Gegner komme derzeit noch zu leicht in gefährliche Räume, obwohl Sandhausen teilweise mit vielen Spielern hinter dem Ball stehe.

Fokus auf die eigene Leistung

Nach drei Spielen unter seiner Leitung steht für Kauczinski ein Sieg und zwei Unentschieden zu Buche. Für sich genommen sei das ein ordentlicher Start. Gleichzeitig wisse die Mannschaft, aus welcher Ausgangslage sie komme.

Deshalb wolle er sich nicht zu sehr mit Tabellenständen oder möglichen Serien beschäftigen. „Unser Fokus liegt auf der Leistung und darauf, jeden Tag besser zu werden“, sagte der Trainer.

Dem Nachbarschaftsduell misst Kauczinski dennoch eine besondere Bedeutung bei. Die Nähe der beiden Vereine sorge dafür, dass die Partie für die Mannschaft einen zusätzlichen Stellenwert habe. Die vergangene Saison spiele für ihn allerdings keine entscheidende Rolle.

„Entscheidend ist, dass wir unser Ding durchziehen“, erklärte Kauczinski. Die besondere Bedeutung des Spiels sei ein zusätzlicher Anstoß für die Mannschaft. Am Ende wolle man unabhängig davon jedes Spiel gewinnen.

Gipson ist eine Option für den Kader

Auch personell gab es vor dem Derby Neuigkeiten. Ken Gipson hatte zunächst reduziert trainiert und anschließend wieder normal mit der Mannschaft gearbeitet. Damit sei er eine Option für den Kader.

Stefan Maderer habe seine Belastung ebenfalls gesteigert und werde teilweise wieder ins Mannschaftstraining integriert. Für einen Einsatz am Freitag reiche es bei ihm allerdings noch nicht.

Quelle: SV Sandhausen

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