Nachwuchs bei den Roten Pandas im Zoo Heidelberg

Während der Untersuchung wurde das Geschlecht des jungen Pandas kontrolliert: Es ist ein Männchen. (Foto: Zoo Heidelberg)
Große Untersuchung beim Kleinen Panda
(zoo 14.8.26) Im Zoo Heidelberg gibt es Nachwuchs bei den Roten Pandas. Anfang Juni wurde das Jungtier geboren. Rund acht Wochen später stand nun die erste tierärztliche Untersuchung an. Dabei zeigte sich der kleine Panda fit und altersgerecht entwickelt. Außerdem brachte die Untersuchung Gewissheit über sein Geschlecht und Gewicht: Das Jungtier ist ein Männchen und wiegt 1,2 Kilogramm.
Erste Untersuchung nach acht Wochen
Die ersten Lebenswochen verbrachte der junge Rote Panda fast ausschließlich schlafend in der Wurfkiste. Mit etwa zwei Monaten stand nun die erste tierärztliche Untersuchung auf dem Programm.
Die Tierärztin überprüfte den allgemeinen Gesundheitszustand, hörte Herz und Lunge ab und kontrollierte Ernährungszustand und Gebiss. Zusätzlich bekam das Jungtier einen Transponder-Chip, über den es künftig eindeutig identifiziert werden kann.
„Das Jungtier macht einen sehr guten Eindruck. Es ist fit, gut genährt und entwickelt sich altersgerecht. Besonders schön ist, wie aktiv es inzwischen ist und wie gut die Mutter den Nachwuchs versorgt“, erklärt Tierärztin Dr. Barbara Bach.
1,2 Kilogramm bringt das Jungtier auf die Waage
Bei der Untersuchung wurde der männliche Nachwuchs auch gewogen. 1,2 Kilogramm bringt der Rote Panda, der auch als Katzenbär bezeichnet wird, derzeit auf die Waage.
Ausgewachsene Rote Pandas wiegen normalerweise zwischen drei und sechs Kilogramm. Männchen werden dabei etwas größer und schwerer als Weibchen. Bis der junge Panda sein späteres Gewicht erreicht, wird es allerdings noch einige Zeit dauern.
Bis zu einem Alter von etwa zwölf Monaten wird er von seiner Mutter versorgt. Danach wird er zunehmend selbstständiger.
Erste feste Nahrung und Bambus
Bereits einige Monate vor dem Ende dieser Versorgungsphase beginnt das Jungtier langsam damit, feste Nahrung aufzunehmen. Wie die Panda-Jungtiere der vergangenen Jahre wird es voraussichtlich besonders gerne Bambus fressen.
Rote Pandas ernähren sich hauptsächlich von Bambus und dessen Blättern. Zusätzlich stehen Früchte, Wurzeln und Kleintiere auf ihrem Speiseplan. Obwohl sie zoologisch zu den Raubtieren gehören, ernähren sich Rote Pandas überwiegend vegetarisch.
Bald beginnt die Erkundung der Anlage
Noch verbringt der Nachwuchs den größten Teil seiner Zeit in der Wurfkiste. Das wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zunehmend ändern. Der kleine Panda wird mobiler werden und damit beginnen, seine Umgebung zu erkunden.
Zu seinen nächsten Entwicklungsschritten gehören erste Kletterversuche. Nach und nach wird er die Wurfkiste häufiger verlassen und auch die Anlage außerhalb erkunden. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher den jungen Roten Panda schon bald bei seinen ersten Ausflügen beobachten.
Rote Pandas sind stark gefährdet
Der Rote Panda wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „stark gefährdet“ (endangered) geführt. Weltweit gibt es in freier Natur schätzungsweise weniger als 10.000 ausgewachsene Tiere. Gleichzeitig gehen die Bestände weiter zurück.
Ein Grund dafür ist der schrumpfende Lebensraum der Tiere in den Bergwäldern des Himalayas. Unter anderem führen Abholzung und die Ausweitung menschlicher Nutzung dazu, dass dieser Lebensraum immer kleiner wird.
Der Zoo Heidelberg beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Dieses koordiniert die Zucht von Roten Pandas in europäischen Zoos und verfolgt das Ziel, eine stabile Population der Tiere in menschlicher Obhut zu erhalten.
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