Über 2.000 Kleindenkmale im Rhein-Neckar-Kreis erfasst

Fotografin Dorothea Burkhardt und Projektleiterin Marlene Kleiner (v.l.n.r.) bei der Vorstellung des Buchs „Kleindenkmale im Rhein-Neckar-Kreis“ in Waibstadt (Foto: Stadt Waibstadt)
Vierjähriges Projekt endet mit Buchpräsentation in Ladenburg
(rnk 15.10.26) Nach vier Jahren ist das Projekt zur Erfassung der Kleindenkmale im Rhein-Neckar-Kreis erfolgreich abgeschlossen. Rund 150 Ehrenamtliche aus dem gesamten Landkreis haben dazu beigetragen, mehr als 2.000 Kleindenkmale zu dokumentieren. Den offiziellen Abschluss bildet die Übergabe der Daten an das Landesamt für Denkmalpflege am Montag, 19. Oktober, um 18 Uhr im Domhof in Ladenburg, Hauptstraße 9.
Nach der Begrüßung durch Kreisarchivar Nils Schwarz und einem Grußwort von Landrat Manuel Just wird Projektleiterin Marlene Kleiner die Abschlusspublikation „Kleindenkmale im Rhein-Neckar-Kreis“ vorstellen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Buch stellt rund 700 Objekte vor
Die Publikation „Kleindenkmale im Rhein-Neckar-Kreis“ umfasst 308 Seiten und präsentiert rund 700 Objekte, die von Dorothea Burkhardt fotografisch dokumentiert wurden. Nach Kommunen gegliedert, erzählt das Buch die Geschichten der Kleindenkmale und macht ihre Hintergründe sichtbar.
Ergänzt wird der Band durch Überblickstexte von Studierenden des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg. Sie haben verschiedene Gruppen von Kleindenkmalen genauer untersucht und deren Geschichte und Bedeutung erforscht.
Landrat Manuel Just hebt den Wert des Projekts für die Region hervor: „Mit der Veröffentlichung wird ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung und Wertschätzung unserer regionalen Identität geleistet – denn nur, was bekannt ist, kann auch geschützt werden.“
Kleine Denkmale mit großer Bedeutung
Brunnen, Gedenksteine, Gefallenendenkmale, Wegkreuze, Grenzsteine und historische Wegweiser prägen vielerorts die Kulturlandschaft. Anders als größere Baudenkmale werden diese oft übersehen oder in ihrer Bedeutung nicht erkannt. Dadurch verschwinden sie nach und nach – und mit ihnen Erinnerungen an Teile der regionalen Geschichte.
Dem wirkt das landesweite Projekt zur Erfassung der Kleindenkmale entgegen. Seit 2001 wird es als Kooperation des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart mit den Landkreisen durchgeführt. Mit dem Rhein-Neckar-Kreis schließt nun der letzte Teilnehmer die umfangreiche Dokumentation ab.
Buch lädt zur Entdeckung am Wegesrand ein
Mit zahlreichen Fotografien lädt die Publikation dazu ein, Kleindenkmale bei Spaziergängen bewusster wahrzunehmen und ihre Geschichten zu entdecken. „Wir möchten alle Geschichtsinteressierten einladen, den Rhein-Neckar-Kreis zu erkunden und auch vermeintlich altbekannte Kleindenkmale neu zu entdecken“, sagt Projektleiterin Marlene Kleiner.
Das großformatige Buch kostet 30 Euro und ist im Buchhandel unter der ISBN 978-3-932102-51-6 sowie direkt beim Eigenverlag des Rhein-Neckar-Kreises erhältlich. Bestellungen sind telefonisch unter 06221 522-7740 oder per E-Mail an eigenverlag@rhein-neckar-kreis.de möglich.
Dokumentation wird dauerhaft zugänglich gemacht
Die vollständige Kleindenkmal-Dokumentation wird im Kreisarchiv archiviert und kann dort nach vorheriger Anmeldung eingesehen werden. Außerdem werden die im Rhein-Neckar-Kreis erfassten Objekte in die landesweite Kleindenkmal-Datenbank aufgenommen. Anschließend werden die Datenbankeinträge des Kreises den Rathäusern zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen zum Buch und zum Projekt gibt es auf der Internetseite des Rhein-Neckar-Kreises unter www.rhein-neckar-kreis.de/kleindenkmale.
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