28-Jähriger nach Messerangriff in Heidelberg in Untersuchungshaft

49-Jähriger durch Stich in den Hals schwer verletzt

(pol 30.10.26) Nach einem Messerangriff am Willy-Brand-Platz in Heidelberg befindet sich ein 28-jähriger deutscher Staatsangehöriger in Untersuchungshaft. Ihm wird versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Polizeipräsidium Mannheim in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Der Vorfall ereignete sich am Freitag, 23. Oktober 2026, gegen 17.45 Uhr am Bussteig C vor dem Heidelberger Hauptbahnhof. Nach bisherigen Ermittlungen soll der 28-Jährige dort in einen Bus in Richtung Bismarckplatz gestiegen sein. Beim Einsteigen sei er mit einer 25-jährigen Frau in Streit geraten. Zuvor soll er sie geschubst und zur Seite gedrängt haben. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der Mann die 25-Jährige angespuckt und beleidigt haben.

Tatverdächtiger soll Helfer mit Messer angegriffen haben

Als eine 27-jährige Frau lautstark nach der Polizei gerufen habe, sei der 28-Jährige aus dem Bus geflüchtet. Die 27-Jährige soll daraufhin die Verfolgung aufgenommen haben. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden habe der Mann anschließend versucht, die Frau anzugreifen.

Ein 49-jähriger Mann wurde auf das aggressive Verhalten des Tatverdächtigen aufmerksam und stellte sich zwischen ihn und die Frau. Daraufhin soll der 28-Jährige unvermittelt ein Messer aus seiner Jackentasche gezogen haben. Mit einer schnellen Stichbewegung habe er den 49-Jährigen am Hals verletzt und ihm außerdem einen Faustschlag ins Gesicht versetzt.

Anschließend flüchtete der Tatverdächtige zu Fuß in Richtung Kurfürsten-Anlage.

Ermittlungen führten zur Identifizierung des Beschuldigten

Der 49-Jährige erlitt durch den Messerstich schwere Verletzungen und wurde in einem nahegelegenen Krankenhaus medizinisch versorgt.

Umfassende Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg führten insbesondere mithilfe der Videoüberwachung zur Identifizierung des Tatverdächtigen.

Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg erließ das Amtsgericht Heidelberg Haftbefehl gegen den 28-Jährigen. Der Vorwurf lautet auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, wurde der Beschuldigte der Haft- und Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg vorgeführt. Diese setzte den Haftbefehl in Vollzug. Anschließend wurde der 28-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Mannheim

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