Einsetzende Winterpause erhöht Arbeitslosigkeit
Arbeitslosigkeit steigt im Dezember saisonbedingt an
Mit Beginn der Winterpause ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2025 deutlich angestiegen. Insgesamt erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 23.000 Personen auf 2.908.000. Saisonbereinigt lag der Anstieg bei 3.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.
Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres waren 101.000 Menschen mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag damit um 0,2 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Nach dem vom Statistischen Bundesamt angewandten ILO-Erwerbskonzept betrug die Erwerbslosenquote im November 3,7 Prozent.
Unterbeschäftigung leicht rückläufig
Die Unterbeschäftigung, die neben der Arbeitslosigkeit auch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sowie kurzfristige Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt und somit ein umfassenderes Bild des Arbeitsmarktes zeichnet, ging saisonbereinigt im Dezember leicht zurück. Gegenüber dem Vormonat sank sie um 3.000 Personen. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung auf 3.572.000 Menschen und lag damit ebenfalls um 3.000 unter dem Wert des Vorjahres.
Anzeigen zur Kurzarbeit nehmen zu
Betriebe müssen vor Beginn von Kurzarbeit eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 29. Dezember 2025 für rund 41.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.
Aktuelle Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme liegen bis Oktober 2025 vor. In diesem Monat erhielten nach vorläufigen hochgerechneten Daten 203.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Das waren 15.000 mehr als im September, jedoch 56.000 weniger als im Oktober des Vorjahres.
Erwerbstätigkeit leicht rückläufig
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept im November 2025 saisonbereinigt geringfügig gesunken. Gegenüber dem Vormonat verringerte sie sich um 1.000 Personen. Insgesamt waren 46,19 Millionen Menschen erwerbstätig, was einem Rückgang von 49.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung blieb von September auf Oktober 2025 nach Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit saisonbereinigt unverändert. Im Vorjahresvergleich lag sie mit 35,23 Millionen Beschäftigten um 11.000 niedriger.
Rückgang bei geringfügiger Beschäftigung
Im Oktober 2025 gingen 7,61 Millionen Personen einer geringfügig entlohnten entlohnte Beschäftigung nach. Das waren 25.000 weniger als im Oktober des Vorjahres. Davon waren 4,06 Millionen ausschließlich geringfügig beschäftigt, während 3,55 Millionen einer geringfügigen Beschäftigung im Nebenjob nachgingen.
Weniger gemeldete Arbeitsstellen
Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb verhalten. Im Dezember 2025 waren bei der Bundesagentur für Arbeit 619.000 offene Stellen gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 35.000 Stellen im Vergleich zum Vorjahr.
Der BA-Stellenindex (BA-X), der sowohl den Bestand als auch den Zugang an gemeldeten Arbeitsstellen berücksichtigt und als Indikator für die Personalnachfrage in Deutschland gilt, stieg im Dezember um einen Punkt auf 101 Punkte. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag der Index jedoch um fünf Punkte niedriger.
Mehr Arbeitslosengeld, weniger Bürgergeldempfänger
Im Dezember 2025 erhielten nach Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit 1.033.000 Personen Arbeitslosengeld. Das waren 102.000 mehr als im Dezember des Vorjahres.
Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Bürgergeld belief sich hochgerechnet auf 3.824.000 Personen. Gegenüber Dezember 2024 entspricht dies einem Rückgang um 122.000 Menschen. Insgesamt galten damit 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter als hilfebedürftig.
Quelle: Agentur für Arbeit / Pressemitteilung
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