Blütenkalender – Lebenswichtige Orientierung für unsere Insekten
Ein kontinuierlicher Blütenkalender ist für Insekten überlebenswichtig
(mar 16.01,25) Er zeigt, wann welche Pflanzen blühen müssen, damit das ganze Jahr über ausreichend Pollen und Nektar verfügbar sind – besonders nach dem Winter, wenn die Energiereserven der Insekten aufgebraucht sind. Spezialisierte Arten wie Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen angewiesen. Ohne diese Nahrung können viele Arten nicht überleben, und das hätte Folgen für die Bestäubung und unser gesamtes Ökosystem.
Frühjahr – die kritische Zeit:
Nach dem Winter sind Hummelköniginnen und andere Insekten erschöpft. Während der kalten Monate konnten sie kaum Nahrung aufnehmen, ihre Energiereserven sind aufgebraucht. Früh blühende Pflanzen sind deshalb überlebenswichtig. In den letzten Jahren erwärmte sich der Februar zunehmend, wie zum Beispiel 2024, als die Temperaturen bis 20 °C stiegen. Die Hummeln suchen verzweifelt nach Nahrung – ohne sie überleben viele Arten nur wenige Tage. Um dem entgegenzuwirken, wurden im Winter 2025 in Naturschutzgebieten über 50.000 botanische Krokusse, 5.000 Schneeglöckchen und 20.000 wilde Narzissen gepflanzt.
Ganzjährig – Nahrung für alle Monate:
Ein Blütenkalender zeigt, welche Pflanzen von Januar bis Dezember blühen müssen, damit keine Lücken in der Nahrungsversorgung entstehen. Durch den Klimawandel verschieben sich die Blütezeiten vieler Pflanzen nach vorne, viele Bäume und Sträucher blühen heute zwischen Juli und Oktober kaum noch. Deshalb wurden unter anderem 20 Euodia Bienenbäume, Silberlinden, Holzäpfel und Stadtbirnen gepflanzt, damit auch im Spätsommer und Herbst genügend Blüten zur Verfügung stehen.
Unser Ziel:
Nur wenn die richtigen Pflanzen zur richtigen Zeit blühen, können Bienen und andere Insekten ausreichend Nahrung finden. Fehlt die Pflanze, fehlt die Biene. Mit dem Blütenkalender als Planungsinstrument können wir die Vielfalt der Pflanzen und Tiere fördern, die Biodiversität stärken und die Ökosysteme sichern. So schließen wir die Lücken in der Nahrungsversorgung und sichern vielen Insektenarten das Überleben.
Text und Foto: Gemeinde Nußloch
Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=191706






























