Tierinventur im Zoo Heidelberg

Rüsselhündchen sind perfekt an das Leben auf dem Waldboden angepasst. (Foto: Heidrun Knigge/Zoo Heidelberg)
Von der Kuba-Assel bis zum Asiatischen Elefanten
(mar 17.01.26) Zum Jahreswechsel stand im Zoo Heidelberg wieder die jährliche Tierinventur an. Zählen, kontrollieren und dokumentieren lautete die Aufgabe für das Zoo-Team. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lebten insgesamt 3.050 einzelne Tiere aus 167 Arten im Zoo. Gegenüber dem Vorjahr mit 2.137 Individuen in 146 Arten ist damit nicht nur die Gesamtzahl gestiegen, sondern vor allem auch die Artenvielfalt deutlich gewachsen.
Mehr Arten, mehr Vielfalt
Der Zoo Heidelberg blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. 2025 zogen zahlreiche neue Tierarten ein, darunter Rotrückenreiher, Europäische Sumpfschildkröten, Orangebrust-Trupiale sowie die gefährdeten Rebhühner. Diese Neuzugänge erweitern insbesondere das Spektrum bei Vögeln und Reptilien.
Neue Publikumslieblinge und Tigernachwuchs
Besondere Aufmerksamkeit erhielten zwei Rotschulter-Rüsselhündchen, die seit ihrem Einzug im kleinen Affenhaus schnell zu Besuchermagneten wurden. Die lebhaften Säugetiere sind in deutschen Zoos nur selten zu sehen. Kurz vor Jahresende sorgte zudem der Nachwuchs bei den Sumatra-Tigern für Freude: Tigerin Karis brachte im November zwei gesunde Jungtiere zur Welt.

Mit der erfolgreichen Aufzucht der Perutriele gelingt dem Zoo ein Meilenstein. (Foto: Petra Medan/Zoo Heidelberg)
Sorgfältige Bestandskontrolle
Bei der Inventur werden die ganzjährig gesammelten Tierdaten mit dem aktuellen Bestand abgeglichen. Kuratorin Sandra Reichler, die für die Inventur verantwortlich ist, betont, dass Überraschungen selten seien, da die Tierpfleger die Bestände regelmäßig erfassen. Vor allem bei Vögeln oder kleineren Arten könne es jedoch vorkommen, dass Jungtiere zunächst unentdeckt bleiben.
Erfolgreiche Nachzuchten im Jahr 2025
Im vergangenen Jahr gab es im Zoo Heidelberg bei vielen Arten Nachwuchs. Erfolgreiche Zuchten wurden unter anderem bei Ägyptischen Landschildkröten, Orangebrust-Trupialen und Moorenten verzeichnet. Besonders erfreulich war zudem die Nachzucht der Perutriele. Vogelkurator Joshua Förg zeigt sich stolz auf diesen Erfolg, da diese Vogelart als gefährdet gilt und in Europa nur in wenigen Zoos gehalten wird.
Fische und Wirbellose sorgen für Zuwachs
Den größten Anteil am Bestandszuwachs stellen Fische und Wirbellose. Allein bei den Rotfedern wurden über 500 Individuen mehr gezählt als im Vorjahr. Neu im Bestand sind zudem die Kuba-Asseln. Mit insgesamt 1.716 Individuen bilden die Fische die größte Tiergruppe im Zoo Heidelberg. Darüber hinaus wurden zum Jahresende 2025 431 Säugetiere, 458 Vögel, 66 Reptilien, 23 Amphibien und 356 Wirbellose gezählt.
Ausblick auf 2026
Die aktuelle Tierliste zeigt, dass insbesondere der Vogel- und Reptilienbestand deutlich gewachsen ist. Besucherinnen und Besucher dürfen sich daher auch im Jahr 2026 auf eine noch größere Vielfalt und besondere Tierbeobachtungen im Zoo Heidelberg freuen.
Text und Foto: Zoo Heidelberg
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