Tigermücken-Prävention: Warum der Schutz bereits bei Tauwetter beginnen muss

Symbolfoto: Pixabay

Es mag bei dem aktuellen Matschwetter seltsam klingen, schon an Mückenstiche zu denken. Doch wer im Sommer entspannt im Garten sitzen möchte, muss jetzt handeln. Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist nämlich ein echter Überlebenskünstler, der uns einen Schritt voraus ist.

Die Bekämpfung dieser invasiven Art ist eine Frage des Timings. Das einsetzende Tauwetter markiert den kritischen Punkt für die erste Generation des Jahres.

Die biologische Ausgangslage

Tigermücken nutzen eine spezielle Strategie: Die Eier werden nicht direkt ins Wasser, sondern an die trockenen Innenwände von Gefäßen geklebt. Diese Eier sind frostresistent und überdauern den Winter problemlos. Sobald das Tauwetter einsetzt und Schmelzwasser diese Eier flutet, beginnt der Entwicklungszyklus. Werden diese Brutstätten nicht frühzeitig beseitigt, bildet sich im Frühjahr die Basis für eine massenhafte Ausbreitung im Sommer.

Notwendige Maßnahmen bei Tauwetter:

Gefäße schrubben: Leeren aller Untersetzer, Eimer und Regentonnen. Die Innenwände müssen mit einer harten Bürste gereinigt werden, um die festklebenden Eier mechanisch zu entfernen. Einfaches Auskippen reicht nicht aus.

Stehendes Wasser vermeiden: Sicherstellen, dass sich nach der Schneeschmelze kein Wasser in Spielzeug, Autoreifen, Gießkannen oder auf Planen sammelt.

Abläufe prüfen: Dachrinnen und Abflüsse von Laub befreien, damit Schmelzwasser ungehindert abfließen kann und keine stehenden Pfützen bildet.

Durch diese frühzeitigen Maßnahmen wird die „Pionier-Generation“ der Tigermücke effektiv dezimiert, was die Populationsdichte in den warmen Monaten massiv reduziert.

Quelle: Gemeinde Nußloch

nussloch-lokal.de Nussloch Lokal - Zeitung - Onlinezeitung

Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=192420

Kommentare sind deaktiviert.

Werbung

Foto-Galerie

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes