Zoo Heidelberg startet in die Hauptsaison 2026

Neue Attraktionen, Tiger-Nachwuchs und Rückkehr der Riesenschildkröten

Mit dem März beginnt im Zoo Heidelberg die neue Hauptsaison – und sie verspricht zahlreiche Höhepunkte. Neben spannenden Tierbeobachtungen und kulturellen Angeboten rückt vor allem ein Großprojekt immer näher: die Eröffnung des neuen Schildkrötenhauses. Damit verbunden ist auch die Rückkehr der beliebten Riesenschildkröten nach Heidelberg.

Bereits jetzt können Besucherinnen und Besucher die beiden jungen Sumatra-Tigerinnen beim Heranwachsen erleben. Ab Mai ergänzt zudem eine neue Wanderausstellung in der Explo-Halle das Angebot.

Die Waschbären kehren aus der Winterruhe zurück. (Foto: Petra Stein/Zoo Heidelberg)

Rückkehr aus dem Winter und Vorfreude auf das Schildkrötenhaus

Zu Beginn der Saison erwacht der Zoo Schritt für Schritt aus dem Wintermodus. Tierarten wie Waschbären, syrische Braunbären und Stinktiere werden wieder aktiver. Auch die Störche kehren zurück und beziehen ihre mehr als 30 Nester auf dem Zoogelände.

Während die im Mai 2025 eröffnete Australienwiese mit Einblicken in das Leben der Roten Riesenkängurus auf große Resonanz bei den rund 450.000 jährlichen Besuchern gestoßen ist, steht 2026 eine weitere lang erwartete Neuerung an: Das neue Schildkrötenhaus nimmt immer mehr Gestalt an. Noch in diesem Jahr sollen die Riesenschildkröten wieder einziehen.

Ein aktueller Blick auf die Baustelle des neuen Schildkrötenhauses. (Foto: Zoo Heidelberg)

Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann betont, dass sowohl das inhaltliche als auch das bauliche Konzept stark auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sei. Eine Wärmepumpe übernimmt künftig die Beheizung, auf dem Dach erzeugen rund 200 Quadratmeter Solarpaneele Strom. Zudem speichert eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von etwa 6.500 Litern Regenwasser, das unter anderem für das Wasserbecken der Schildkröten genutzt werden kann. Neben den Riesenschildkröten sollen etwa 14 weitere Tierarten in das neue Haus einziehen und auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam machen.

Tiger-Nachwuchs und afrikanische Bildhauerkunst

Bis zur Eröffnung des Schildkrötenhauses gibt es für Tierfreunde bereits jetzt viel zu entdecken. Im Raubtierhaus und – bei wärmeren Temperaturen – auf der Außenanlage können die im November 2025 geborenen Tigerweibchen beim Aufwachsen beobachtet werden.

Auch kulturell setzt der Zoo Akzente: Der Shona-Künstler Tago Tazvitya aus Simbabwe wird erneut erwartet. Auf der großen Wiese am Flamingosee vermittelt er in Workshops die traditionelle afrikanische Bildhauerei und lädt Besucherinnen und Besucher zum kreativen Mitmachen ein.

Auch die syrischen Braunbären freuen sich auf den Frühling. (Foto: Petra Medan/Zoo Heidelberg)

Neue Ausstellung in der Zoo-Akademie

Im Ausstellungsbereich der Zoo-Akademie steht ebenfalls ein Wechsel an. Die bisherige Wanderausstellung „Planet A*“ der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) wird im Mai durch die Ausstellung „Meer.Natur.Schutz“ des Bundesamtes für Naturschutz ersetzt. Die neue Präsentation informiert über internationalen Meeresschutz und die Bedeutung der Ozeane für das Klima.

Axel Schlemann, Leiter der Zoo-Akademie, verweist auf die positive Entwicklung der Bildungsangebote: Mehr als 20.000 Teilnehmende und über 110.000 Ausstellungsbesucher seien im vergangenen Jahr für Nachhaltigkeit sowie Arten- und Naturschutz sensibilisiert worden. Die Zoo-Akademie feiert 2026 ihr fünfjähriges Bestehen.

Eintrittspreise bleiben stabil – Neuer Beitrag für Hunde

Trotz angespannter finanzieller Lage bleiben die regulären Eintrittspreise zur Hauptsaison unverändert. Eine Änderung gibt es allerdings bei der Mitnahme von Hunden, die im Zoo weiterhin willkommen sind.

Dr. Wünnemann betont, dass die Entscheidung, Hunde zuzulassen, nie bereut worden sei. Hundebesitzer nutzten die angebotenen Hundekottüten verantwortungsvoll, und auf dem Gelände gebe es Trinkstationen sowie Anleinstellen vor den Tierhäusern, die weiterhin hundefreie Zonen bleiben.

Künftig wird jedoch ein Hunde-Eintritt in Höhe von vier Euro erhoben, um die entstehenden Kosten zu decken. Für regelmäßige Besuche kann eine Jahreskarte für Hunde zum Preis von 15 Euro erworben werden, die sich ab dem vierten Besuch rechnet. Die neuen Regelungen gelten ab dem 1. März.

Text und Foto: Zoo Heidelberg

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