Abwechslung im Zoo: Wie Tiere im vielseitig beschäftigt werden

Der neue Holzball wird direkt von den Schweinen inspiziert. (Foto: Petra Medan/Zoo Heidelberg)

Im Zoo Heidelberg wird es für die Tiere nie langweilig

(zoo 19.3.26) Mit vielfältigen Beschäftigungsangeboten sorgen die Tierpfleger täglich dafür, dass die Zoobewohner sowohl körperlich als auch geistig gefordert werden. Besucherinnen und Besucher können das ganze Jahr über beobachten, wie Tiere ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen oder etwa Robben und Elefanten am medizinischen Training teilnehmen. Im Bauernhofbereich gab es kürzlich sogar eine besondere Überraschung.

Die Wunscherfüllerin durfte ihr Weihnachtsgeschenk selbst ins Gehege werfen. (Foto: Zoo Heidelberg)

Ein Geschenk sorgt für Spielspaß

Mit großer Neugier erwarteten die Schweine die Übergabe eines neuen Futterballs. Eine Tierfreundin hatte diesen zuvor über die Weihnachts-Wunschliste des Zoos gespendet. Diese Liste enthält speziell ausgewählte Produkte, die auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt sind.

Der robuste, eckige Holzball wurde mit Leckereien gefüllt und sofort begeistert durch das Gehege gerollt. Für die Schweine ist das Spiel mit solchen Futterbällen nichts Neues – sie gehören zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Auch andere Tiere im Bauernhofbereich profitieren davon: Rinder und Ponys können sich ebenfalls mit dem Ball beschäftigen.

Tierpfleger Jonathan Truman zeigte sich erfreut über das Geschenk. Der Ball sei stabil, tiergerecht und langlebig – genau solche nachhaltigen Beschäftigungsmöglichkeiten seien besonders wertvoll. Die Spenderin unterstützt den Zoo bereits seit mehreren Jahren mit Geschenken von der Wunschliste und betont, wie sehr ihr das Wohl der Tiere am Herzen liegt.

Die Robben lieben es, spielerisch an den Fisch zu gelangen. (Foto: Petra Medan/Zoo Heidelberg)

Beschäftigung für viele Tierarten

Nicht nur die Bauernhoftiere profitieren von solchen Aktionen. Auch andere Zoobewohner erhielten bereits passende Beschäftigungsmaterialien. So müssen sich beispielsweise Mähnenrobben ihre Nahrung aus schwimmenden Behältern erarbeiten, was Geduld und Geschick erfordert.

Für Raubkatzen wie Tiger und Löwen spielen Duftreize eine wichtige Rolle. Daher stehen Gewürze wie Curry oder Zimt auf ihrer Wunschliste. Diese werden von den Tierpflegern in kleine Säcke oder Bälle gefüllt, die die Tiere neugierig erkunden.

Enrichment als wichtiger Bestandteil moderner Tierhaltung

Diese gezielte Form der Tierbeschäftigung wird als „Enrichment“ bezeichnet und ist ein zentraler Bestandteil moderner Zooarbeit. Neben verstecktem Futter gehören auch regelmäßig veränderte Gehegeeinrichtungen sowie medizinisches Training dazu.

Ziel ist es, die Tiere aktiv zu halten, ihre natürlichen Verhaltensweisen zu fördern und gleichzeitig tierärztliche Untersuchungen möglichst stressfrei zu gestalten. So wird sichergestellt, dass es den Tieren im Zoo Heidelberg nicht nur gut geht, sondern sie auch abwechslungsreich beschäftigt sind.

Text und Foto: Zoo Heidelberg

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