UN-Konferenz: Strengerer Schutz für 40 Tierarten
UN-Konferenz beschließt strengeren Schutz für wandernde Tierarten
(mar 31.3.26) Auf der UN-Artenschutzkonferenz in Brasilien haben zahlreiche Staaten zusätzliche Schutzmaßnahmen für wandernde Tierarten beschlossen. Insgesamt 40 Arten sollen künftig stärker geschützt werden, darunter Geparden, Schneeeulen und verschiedene Haiarten. Hintergrund sind weltweit sinkende Bestände vieler Tierarten.
Mehr Arten unter internationalem Schutz
Die Beschlüsse wurden im Rahmen der 15. Konferenz des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) in der brasilianischen Stadt Campo Grande gefasst. Weitere Arten wurden in die Schutzanhänge I und II aufgenommen. Je nach Gefährdungsgrad verpflichten diese die Mitgliedsstaaten zu strengen Schutzmaßnahmen oder zu einer intensiveren internationalen Zusammenarbeit.
Damit umfasst das Abkommen inzwischen mehr als 1.200 Tierarten. Über 130 Staaten sowie die Europäische Union gehören dem Übereinkommen an, während große Länder wie die USA, China und Russland nicht beteiligt sind.
Besonders bedrohte Arten im Fokus
Jedes Jahr legen Milliarden Tiere weite Strecken über Kontinente und Ozeane zurück. Dazu zählen unter anderem Zugvögel, Meeresschildkröten und Wale. Viele dieser Arten sind zunehmend gefährdet.
Zu den nun stärker geschützten Tieren gehören neben Geparden und Schneeeulen auch Streifenhyänen, Riesenotter sowie mehrere Haiarten, darunter der Große Hammerhai. Naturschutzorganisationen bewerten die Beschlüsse als wichtiges Signal für den internationalen Artenschutz.
Alarmierende Zahlen zu Beständen
Aktuelle Daten der Vereinten Nationen zeigen, dass sich die Lage vieler wandernder Tierarten weiter verschlechtert. Fast die Hälfte der im Rahmen des Abkommens geschützten Arten verzeichnet rückläufige Bestände, etwa ein Viertel ist vom Aussterben bedroht. Besonders kritisch ist die Situation in den Meeren.
Auch Süßwasserfische sind stark betroffen: Seit 1970 sind ihre Bestände weltweit um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Ursachen sind unter anderem Flussverbauungen, Umweltverschmutzung, Überfischung und gestörte Wanderwege.
Weitere Maßnahmen beschlossen
Neben der Erweiterung der Schutzlisten wurden zusätzliche Maßnahmen vereinbart. Dazu zählen regionale Schutzprogramme, etwa für den Amazonas, sowie Initiativen gegen zentrale Bedrohungen wie Lebensraumverlust, illegale Jagd, Beifang, Plastikmüll und Unterwasserlärm.
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