Neue Kletterwelt für Gürtelvaris im Zoo Heidelberg eröffnet

Gürtelvaris haben ein schwarz-weißes Fell und essen gerne Laub und Gemüse. (Foto: Zoo Heidelberg)

Im Zoo Heidelberg gibt es für die Gürtelvaris nun deutlich mehr Raum zum Klettern und Entdecken

(zoo 29.4.26) Die Tiere haben vor Kurzem ihre neu gestaltete Außenanlage bezogen, die im Vergleich zur bisherigen deutlich höher und abwechslungsreicher ist. Sowohl das Zoo-Team als auch die Besucher zeigen sich erfreut über die gelungene Eingewöhnung.

Gelungener Start in der neuen Anlage

Gespannt beobachteten die Tierpfleger den Einzug der Tiere. (Foto: Zoo Heidelberg)

Mit Spannung verfolgte das Team die ersten Schritte der Tiere im neuen Außengehege. Anfangs noch vorsichtig, erkundeten die Gürtelvaris schnell ihre Umgebung und nutzten bald die zahlreichen Kletterelemente wie Äste und Seile intensiv. Laut dem stellvertretenden Revierleiter Dominik Winkel zeigte sich früh, dass die Tiere die neue Anlage gut annehmen.

Auch Kuratorin Sandra Reichler zog eine positive Bilanz: Die Eingewöhnung sei problemlos verlaufen, die Tiere hätten die Höhe sofort genutzt und sogar direkt frisches Laub gefressen – ein Zeichen dafür, dass sie sich wohlfühlen.

Lebensweise und Bedrohung der Art

aris kommen ausschließlich auf der Insel Madagaskar vor. (Foto: Andreas Traxler / Zoo Heidelberg)

Gürtelvaris zählen zu den Lemuren und stammen ursprünglich aus den Regenwäldern von Madagaskar. Sie sind ausgezeichnete Kletterer und verbringen den Großteil ihres Lebens in den Bäumen. Als soziale Tiere leben sie in Gruppen und kommunizieren über verschiedene Laute.

Wie viele Lemurenarten sind auch Gürtelvaris stark gefährdet. Der Verlust ihres Lebensraums sowie die Jagd stellen eine große Bedrohung dar. Der Zoo Heidelberg engagiert sich daher seit Jahren im Artenschutz und unterstützt das Projekt AEECL, das sich für den Schutz der Lemuren auf Madagaskar einsetzt.

Moderne Anlage mit mehr Möglichkeiten

Bis zu sechs Meter können die Lemuren jetzt in die Höhe klettern. (Foto: Zoo Heidelberg)

Die neue Außenanlage ist das Ergebnis mehrmonatiger Bauarbeiten. Bereits im Sommer 2025 wurde die alte, deutlich niedrigere Voliere abgerissen. Gemeinsam mit den Zoo-Handwerkern setzte das Team des Affenreviers das Projekt eigenständig um.

Die neue Anlage erreicht eine Höhe von bis zu sechs Metern und bietet damit wesentlich mehr Platz. Flexible Kletterstrukturen sowie versteckte Futterstellen sorgen für Abwechslung und Beschäftigung.

Neben den sechs Gürtelvaris – zwei Weibchen und vier Männchen – lebt auch Ringelschwanzmungo „Marie-Luise“ in der Anlage. Mit 26 Jahren gehört sie zu den älteren Tieren und hat sich ebenfalls gut in ihrer neuen Umgebung eingelebt.

Text und Foto: Zoo Heidelberg

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