Neubau der Steinsbergschule setzt Zeichen für Inklusion und nachhaltige Bildung
FDP-Kreistagsfraktion unterstützt wegweisendes Projekt
(bs 4.5.26) Unter Tagesordnungspunkt neun der letzten Kreistagssitzung wurde über die Annahme der endgültigen Kosten für den Neubau des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums Steinsbergschule mit integrativem Kindergarten in Sinsheim in Höhe von 21.022.259,75 € abgestimmt.
Nach Jahren des Sanierens und Umbauens der Steinsbergschule, ein Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in der Trägerschaft des Rhein-Neckar-Kreises, wurde nun endlich ein umfassender Neubau realisiert. Für die FDP-Kreistagsfraktion nahm Kreisrätin Seemann Stellung. Sie betonte die besondere Bedeutung dieses Projekts, das nicht nur moderne Räumlichkeiten schafft, sondern auch neue Maßstäbe in Sachen Inklusion, Nachhaltigkeit und pädagogischer Qualität setzt.
Bereits zu Beginn ihrer Rede hat Frau Kreisrätin Seemann ein prägnantes Zitat von Mahatma Gandhi aufgegriffen: „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt“. Dieser Leitspruch unterstreicht die zentrale Rolle der Steinsbergschule, die mit ihrem integrativen Kindergarten jungen Menschen Orientierung bietet und deren Potenziale fördert. Eltern erhalten durch die Einrichtung zudem mehr Freiräume und werden gezielt darin unterstützt, ihre Kinder auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten.
Der Neubau der Steinsbergschule war laut FDP-Fraktion längst überfällig. Mit dem neuen Gebäude werden nicht nur die Anforderungen an moderne Lernumgebungen erfüllt, sondern auch Möglichkeiten zur Begegnung, Zusammenarbeit und individuellen Entfaltung geschaffen. „Ein Schulgebäude kann weit mehr leisten als nur Raum für Unterricht zu bieten“, heißt es in der Rede.
Die Baukosten sind deutlich höher ausgefallen als ursprünglich geplant – rund sechs Millionen Euro mehr mussten investiert werden. Gründe dafür waren unter anderem die Corona-Krise, der Ukraine-Krieg, gestiegene Energiepreise sowie neue Anforderungen an Barrierefreiheit und Ausstattung. Besonders hervorzuheben ist das Ziel, den Bau nach den Klimaschutz-Leitlinien des Kreises und den Vorgaben für nachhaltiges Bauen in Baden-Württemberg zu errichten, was zusätzliche Herausforderungen mit sich brachte.
Trotz der finanziellen Belastungen sieht die FDP-Fraktion im Neubau eine wegweisende Einrichtung, die sowohl ökologisch als auch pädagogisch vorbildlich ist. Die bereitgestellten Mittel seien gut angelegt, so Kreisrätin Seemann, denn langfristig profitieren nicht nur die Kinder, sondern die gesamte Gesellschaft von optimalen Bedingungen für Bildung und Teilhabe.
Abschließend appellierte sie an ihre Kolleginnen und Kollegen, sich weiterhin gemeinsam für eine zukunftsfähige Bildung einzusetzen – allen Widrigkeiten zum Trotz. Der Neubau der Steinsbergschule steht somit als Symbol für gesellschaftlichen Fortschritt und nachhaltige Investitionen in die Zukunft. Mit dem Zitat von Gustav Heinemann:“ „Bildung ist nicht das Ziel, sondern der Weg, auf dem wir die Zukunft gestalten“, beendete Kreisrätin Seemann die Stellungnahme der FDP-Fraktion.
Text und Foto: Bärbel Seemann
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