PFAS in Pfannen und Airfryern: BUND rät zu schadstofffreien Alternativen

Worauf Verbraucher*innen jetzt achten sollten

(bund 14.5.26) Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt vor sogenannten PFAS-Chemikalien in beschichteten Pfannen und Airfryern. Die Stoffe, die häufig unter Begriffen wie „Teflon“ oder „PTFE“ verwendet werden, stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein und gelten als kaum abbaubar. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deshalb beim Kauf genauer hinschauen.

PFAS können Gesundheitsrisiken bergen

PFAS werden wegen ihrer antihaftenden Eigenschaften in vielen Küchenutensilien eingesetzt. Nach Angaben des BUND können einige dieser Stoffe das Immunsystem schwächen, das Hormonsystem beeinflussen und unter anderem mit Leberschäden oder Krebs in Verbindung gebracht werden.

Besonders problematisch werde es, wenn beschichtete Pfannen oder Geräte beschädigt seien oder zu stark erhitzt würden. Dann könnten Schadstoffe freigesetzt werden und über die Luft oder Lebensmittel in den Körper gelangen.

Beschädigte Beschichtungen entsorgen

Der BUND empfiehlt deshalb, Pfannen mit zerkratzter Beschichtung nicht weiter zu verwenden. Solche Produkte sollten im Restmüll entsorgt werden, idealerweise sogar über die Sondermüllverbrennung, damit die Chemikalien nicht weiter in die Umwelt gelangen.

Alternativen ohne PFAS verfügbar

Nach Angaben des Umweltverbands gibt es mittlerweile zahlreiche PFAS-freie Alternativen. Besonders langlebig seien gusseiserne Pfannen, deren natürliche Antihaftwirkung durch eingebranntes Öl entsteht. Wer leichtere Modelle bevorzuge, könne auf Keramikbeschichtungen oder andere beschichtungsfreie Oberflächen zurückgreifen.

Beim Kauf sollten Verbraucher ausdrücklich auf Hinweise wie „PFAS-frei“ oder „PFC-frei“ achten. Angaben wie „PFOA-frei“ seien dagegen wenig aussagekräftig, da sich diese nur auf eine einzelne bereits verbotene PFAS-Verbindung beziehen.

Auch bei Airfryern gebe es inzwischen Modelle mit Keramikbeschichtung oder Glaskörben ohne problematische Chemikalien. Zudem könne ein normaler Backofen mit Heißluftfunktion viele Aufgaben eines Airfryers übernehmen.

Hersteller oft nicht eindeutig

Da viele Hersteller ihre Produkte nicht klar kennzeichnen, rät der BUND dazu, direkt beim Kundenservice nachzufragen. Alternativ könne auch die App „ToxFox“ genutzt werden. Mit ihr lassen sich per Barcode-Anfrage Informationen zu Schadstoffen in Produkten einholen.

Umweltproblem durch langlebige Chemikalien

Neben möglichen Gesundheitsrisiken sieht der BUND vor allem die Belastung der Umwelt kritisch. PFAS gelangen bereits bei der Herstellung und späteren Entsorgung in Böden und Gewässer und bauen sich nur sehr langsam ab.

Als Beispiel nennt der Verband den Chemiepark Gendorf in Bayern, wo über Jahre PFAS produziert wurden. Die Region gilt inzwischen als stark belastet.

EU plant strengere Regeln

Derzeit arbeitet die Europäische Chemikalienagentur an Vorschlägen zur Einschränkung der PFAS-Produktion und -Verwendung. Dabei wird geprüft, für welche Anwendungen bereits geeignete Alternativen existieren. Umweltverbände befürchten jedoch, dass es weitreichende Ausnahmen geben könnte.

Quelle: BUND

nussloch-lokal.de Nussloch Lokal - Zeitung - Onlinezeitung

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