NABU ruft zur Igel- und Maulwurf-Zählung auf
Wo verstecken sich Igel und Maulwürfe?
(nabu 14.5.26) Vom 15. bis 25. Mai läuft erneut die bundesweite Mitmachaktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“. Ziel der Aktion ist es, mehr über die Bestände der beiden heimischen Kleinsäuger zu erfahren. Naturfreunde können ihre Beobachtungen online melden und damit die Forschung unterstützen.
Heimliche Gartenbewohner im Fokus
Igel und Maulwürfe gehören zwar zu den typischen Bewohnern von Gärten und Grünflächen, werden jedoch nur selten gesehen. Während Igel vor allem in der Dämmerung aktiv sind, verraten sich Maulwürfe meist nur durch ihre Erdhügel.
Nach Angaben des NABU ist gerade der Mai eine gute Zeit, um die Tiere zu entdecken. Während der Partnersuche seien sie besonders aktiv und häufiger unterwegs.
Sichtungen online melden
Beobachtungen können über das Portal Igelsuche.de gemeldet werden. Dort lassen sich Fundort, Datum und weitere Hinweise eintragen, außerdem können Fotos hochgeladen werden. Auch tote Tiere, etwa am Straßenrand, sollen dokumentiert werden.
Die gesammelten Daten fließen in eine wissenschaftliche Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein. Bislang gebe es keine verlässlichen bundesweiten Zahlen zu den Beständen von Igeln und Maulwürfen.
Maulwürfe leisten wichtige Arbeit
Viele Gartenbesitzer ärgern sich über Maulwurfshügel. Der NABU weist jedoch darauf hin, dass die Tiere nützliche Helfer im Garten seien. Sie lockern den Boden auf und fressen Schädlinge wie Drahtwürmer oder Käferlarven.
Lebensräume zunehmend bedroht
Sowohl Igel als auch Maulwürfe leiden unter veränderten Lebensräumen. Intensiv genutzte Landwirtschaft, Schottergärten und Mähroboter setzen den Tieren zunehmend zu. Der Igel steht bereits auf der Vorwarnliste der bedrohten Säugetiere in Deutschland, während der Maulwurf derzeit noch als ungefährdet gilt.
Gemeinschaftsprojekt mehrerer Organisationen
Die Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ wird gemeinsam von der Deutschen Wildtier Stiftung, NABU|naturgucker, dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822, dem NABU sowie dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern organisiert.
Mit den gesammelten Daten sollen langfristig Entwicklungen der Populationen beobachtet und geeignete Schutzmaßnahmen für die Tiere entwickelt werden.
Quelle: NABU
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