Kreisforstamt pflanzt zehntausende Bäume für den Wald der Zukunft
Wald der Zukunft wächst heran: Kreisforstamt schließt Frühjahrspflanzung erfolgreich ab
(rnk 15.5.26) Mit dem Abschluss der Frühjahrspflanzung hat das Kreisforstamt Rhein-Neckar einen wichtigen Schritt für die Zukunft der heimischen Wälder umgesetzt. Rund 10.000 junge Bäume und Gehölze wurden in den vergangenen Monaten gepflanzt, um die Wälder widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.
Vielfalt für stabile Mischwälder
Insgesamt kamen 32 verschiedene Baum- und Gehölzarten zum Einsatz. Ziel ist es, die Artenvielfalt in den heimischen Mischwäldern zu erhalten und weiter auszubauen.
Nach Angaben des Kreisforstamts setzt die naturnahe Forstwirtschaft bevorzugt auf natürliche Verjüngung. Dort, wo keine jungen Bäume nachwachsen oder geschädigte Bestände ersetzt werden müssen, greifen die Förster gezielt zu Pflanzungen.

Pflanzaktion im Rahmen des Waldjugendtages in Walldorf, bei dem Interessierte junge Eichen pflanzen konnten. Der Zaun, Hordengatter genannt, schützt die kleinen Bäumchen vor Wildverbiss. Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
Klimawandel verändert die Baumartenwahl
Da sich die klimatischen Bedingungen in der Region langfristig verändern, werden verstärkt Baumarten gepflanzt, die mit Hitze und Trockenheit besser zurechtkommen. Neben heimischen Arten wie Stieleiche, Hainbuche, Elsbeere und Speierling setzt das Kreisforstamt unter anderem auch auf Zerreichen, Flaumeichen, Douglasien und Atlaszedern.
Die Auswahl orientiert sich an Prognosen, wonach das regionale Klima künftig stärker den Bedingungen im Mittelmeerraum ähneln könnte.
Besonderes Projekt bei Walldorf
Eine besondere Form der Waldverjüngung wurde im Bereich der Walldorfer Waldweide umgesetzt. Dort kam ein von Pferden gezogener Pflug zum Einsatz, um den Boden für die Aussaat von Schwarzkiefern vorzubereiten.
Durch die Bearbeitung des Waldbodens können die Samen besser keimen. Die Schwarzkiefer gilt als robuster gegenüber Trockenheit als die heimische Waldkiefer und soll helfen, auch künftig Kiefernwälder im Rheintal zu erhalten.
Regen bleibt entscheidend
Ob die jungen Pflanzen erfolgreich anwachsen, hängt neben fachgerechter Pflege vor allem von ausreichendem Regen und angepassten Wildbeständen ab. Das Kreisforstamt hofft daher auf genügend Niederschläge in den kommenden Monaten.
Forstamtsleiter Manfred Robens betont, dass Regen für die Entwicklung der jungen Bäume unverzichtbar sei – auch wenn das Wetter nicht immer ideal für Ausflüge erscheine.
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