Besonderer Naturfund: Hirschkäfer im Nußlocher Wald gesichtet

Foto: Volker Bold
(eme 18.6.26) Manchmal braucht es nur einen Spaziergang, um etwas Außergewöhnliches zu erleben. Volker Bold war kürzlich vom Brunnenfeld aus in den Nußlocher Wald gewandert — die Straße überquert, ein paar Hundert Meter Richtung Bohleneck gelaufen — als er plötzlich innehielt. Dort, zwischen den Bäumen, saß ein Hirschkäfer.
Kein alltäglicher Anblick. Der Hirschkäfer ist nicht nur der größte Käfer Deutschlands, sondern auch eine streng geschützte Art, die in vielen Regionen kaum noch vorkommt. Sein Erkennungsmerkmal sind die imposanten, geweihartigen Oberkiefer der Männchen — ein Anblick, der selbst erfahrene Naturbeobachter kurz staunen lässt. Dass er ausgerechnet im Wald zwischen Nußloch und dem Bohleneck auftaucht, sagt einiges über die Qualität dieses Waldstücks aus.

Foto: Carsten Dietz
Denn Hirschkäfer sind wählerisch. Sie brauchen alte Laubbäume, verrottendes Holz, ungestörte Bodenstrukturen. Wo Wälder zu ordentlich gepflegt werden, verschwinden sie. Der Fund von Volker Bold deutet also darauf hin, dass dieser Teil des Nußlocher Waldes noch intakt genug ist, um solchen Raritäten Lebensraum zu bieten — eine gute Nachricht für alle, denen Naturschutz vor Ort am Herzen liegt.
Wer in dieser Ecke des Waldes unterwegs ist, sollte die Augen offen halten. Und wer das Glück hat, selbst einen Hirschkäfer zu entdecken: beobachten, staunen, aber bitte nicht anfassen. Die Tiere sind geschützt — und das aus gutem Grund.
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