So gehen die Tiere im Zoo Heidelberg mit der Hitzewelle um

Schattenplätze, Badespaß und Eisbomben

(zoo 25.6.26) Während viele Menschen unter den derzeit hohen Temperaturen leiden, kommen die Tiere im Zoo Heidelberg mit der Hitze gut zurecht. Schattenplätze, Wasserstellen und kühle Innenbereiche bieten ihnen jederzeit Rückzugsmöglichkeiten. Zusätzlich sorgen Duschen und verschiedene Beschäftigungsangebote für Abwechslung. Besucher können derzeit beobachten, wie unterschiedlich die einzelnen Tierarten auf die sommerlichen Temperaturen reagieren.

Schatten, Wasser und Rückzugsmöglichkeiten

Die Jungbullen im Zoo Heidelberg haben ein Wasserbecken auf der Außenanlage und eins auf der Innenanlage. (Foto: Petra Medan / Zoo Heidelberg)

Zur Mittagszeit stehen die Asiatischen Elefanten häufig im Schatten, Alpakas genießen eine erfrischende Dusche und die Gürtelvaris beschäftigen sich mit gefrorenen Leckereien. Nach Angaben des Zoos sind aufgrund der aktuellen Wetterlage meist keine besonderen Hitzemaßnahmen erforderlich.

„Unsere Tiere haben in der Regel rund um die Uhr Zugang zu allen Bereichen ihrer Anlagen und können selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten möchten“, erklärt Kuratorin Sandra Reichler. Wer Abkühlung sucht, findet diese unter Bäumen, in Unterständen oder in den Innenanlagen. Zusätzlich stehen den Tieren auf den Anlagen verschiedene Wasserstellen zur Verfügung. Bei den Elefanten können Besucher derzeit häufig beobachten, wie sie die Wasserbecken zum Baden nutzen.

Aktiv in den kühleren Stunden

Viele Tierarten verlagern ihre Aktivitäten in die Morgen- und Abendstunden, wenn die Temperaturen angenehmer sind. Während der größten Hitze ruhen sich zahlreiche Tiere aus.

An besonders warmen Tagen sorgen die Tierpfleger zudem für zusätzliche Erfrischung. Vor allem Alpakas und verschiedene Vogelarten freuen sich über eine Dusche mit dem Wasserschlauch. Auch die Beregnungsanlagen im Elefantenhaus und in den Volieren werden häufiger genutzt. Wasserschalen werden regelmäßig kontrolliert und mit frischem Wasser aufgefüllt.

Gefrorene Leckereien als Beschäftigung

Die Gürtelvaris lieben eingefrorene Leckereien. (Foto: Petra Medan / Zoo Heidelberg)

Für einige Tiere gibt es außerdem sogenannte Eisbomben. Dabei handelt es sich um eingefrorene Futterportionen mit Obst, Fleisch oder anderen Leckerbissen. Besonders die Braunbären und die Gürtelvaris nehmen diese Angebote gerne an.

„Dabei steht weniger die Abkühlung im Vordergrund als die Beschäftigung“, erläutert Sandra Reichler. Die Tiere müssen sich ihr Futter nach und nach erarbeiten und bleiben dadurch über einen längeren Zeitraum aktiv.

Solche Beschäftigungsmaßnahmen werden im Zoo als Enrichment bezeichnet. Sie dienen dazu, die Tiere körperlich und geistig zu fordern und für Abwechslung im Alltag zu sorgen.

Auch die Mitarbeiter passen sich an

Sprung ins kühle Nass: Die Braunbären kühlen sich gerne ab. (Foto: Petra Medan / Zoo Heidelberg)

Nicht nur die Tiere, sondern auch die Mitarbeiter des Zoos richten ihren Tagesablauf nach den Temperaturen aus. Viele körperlich anstrengende Arbeiten werden bereits in den frühen Morgenstunden erledigt, bevor die größte Hitze des Tages einsetzt.

Für Besucher finden die kommentierten Fütterungen und Trainings grundsätzlich weiterhin zu den gewohnten Zeiten statt. Sollte es Änderungen geben, informiert der Zoo Heidelberg rechtzeitig auf seiner Internetseite, über seine Social-Media-Kanäle sowie direkt vor Ort.

Text und Fotos: Zoo Heidelberg

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