Natur als kritische Infrastruktur stärken

Symbolfoto: Pixabay

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NABU: Intakte Ökosysteme sind Grundlage für Resilienz und Sicherheit

(nabu 30.7.26) Anlässlich des Welttags des Naturschutzes am 28. Juli fordert der NABU, Natur als kritische Infrastruktur anzuerkennen und entsprechend zu schützen. Wiederkehrende Hitzewellen sowie schwere Waldbrände in Spanien und Frankreich verdeutlichen, dass intakte Ökosysteme eine zentrale Voraussetzung für Sicherheit, Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität sind.

„Die Hitzewellen dieses Sommers und die verheerenden Waldbrände in Südeuropa zeigen, wie verwundbar Europa durch die Klimakrise geworden ist. Intakte Moore, Wälder, Flüsse und Auen sind keine Nebensache des Naturschutzes, sie gehören zur kritischen Infrastruktur unseres Landes. Sie speichern Wasser, kühlen Landschaften und Städte, schützen vor Hochwasser und sichern die Grundlagen für Landwirtschaft und Wirtschaft“, sagt Kim Cornelius Detloff, Fachbereichsleiter Politik beim NABU.

Wiederherstellung der Natur als Investition in die Zukunft

Mit der EU-Wiederherstellungsverordnung (WVO) hat die Europäische Union einen verbindlichen Rahmen geschaffen, um geschädigte Ökosysteme schrittweise wiederherzustellen.

„Die Wiederherstellung von Natur ist kein Nice-to-have, sondern eine Investition in die Resilienz unseres Landes. Deutschland braucht deshalb einen politischen Rahmen, der natürliche Infrastruktur genauso ernst nimmt wie Straßen, Schienen oder Energienetze“, so Detloff.

Natürliche Infrastruktur gesetzlich verankern

Nach Auffassung des NABU kommt dem Natürliche-Infrastruktur-Gesetz (NatInfG) eine Schlüsselrolle zu. Es erkennt erstmals an, dass Natur unverzichtbare Infrastrukturleistungen für die Gesellschaft erbringt, und schafft die Grundlage, diese Leistungen stärker in Planung, Finanzierung und Förderung zu berücksichtigen. Gleichzeitig stärkt das Gesetz die Voraussetzungen, natürliche Lebensgrundlagen langfristig zu erhalten und wiederherzustellen.

„Wenn wir Milliarden in technische Infrastruktur investieren, müssen wir ebenso in die Infrastruktur investieren, die unser Wasser sichert, unsere Städte kühlt und unsere Böden fruchtbar hält. Technische und natürliche Infrastruktur dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sie gehören zusammen“, betont Detloff.

NABU fordert konsequente Umsetzung

Der NABU appelliert an Bundesregierung und Bundestag, das Natürliche-Infrastruktur-Gesetz zügig weiterzuentwickeln und die WVO konsequent umzusetzen.

„Naturschutz schützt nicht nur Arten und Lebensräume. Er schützt Menschen, unsere Wirtschaft und unsere Zukunft. Wer die natürliche Infrastruktur stärkt, macht Deutschland widerstandsfähiger gegen die Krisen von morgen“, so Detloff.

Quelle: NABU

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