SV Sandhausen empfängt morgen Ulm
Kauczinski fordert Stabilität und Mut
(svs 18.9.26) Nach dem Auswärtssieg beim SC Freiburg II steht für den SV Sandhausen wieder ein Heimspiel am Hardtwald an. Am Samstag, 19. September, empfangen die Schwarz-Weißen den SSV Ulm 1846. Die Partie des 8. Spieltags beginnt um 14 Uhr. Vor der Begegnung spricht Cheftrainer Markus Kauczinski über die Entwicklung der Mannschaft, die Trainingswoche, den kommenden Gegner und die personelle Situation.
Kauczinski sieht erste Fortschritte
Mit den ersten beiden Spielen unter seiner Leitung ist Kauczinski grundsätzlich zufrieden. Gegen Heilbronn-Freiberg habe die Mannschaft gezeigt, dass sie viele Situationen mit Leidenschaft und Einsatz lösen könne. In Freiburg sei anschließend deutlich mehr zu sehen gewesen.
„Gegen Heilbronn-Freiberg haben wir gesehen, dass man viele Dinge mit Leidenschaft und Herz wegkämpfen kann. Das war ein erster guter Schritt. In Freiburg hatten wir dann eigentlich alles dabei. Wir sind zunächst hinterhergelaufen und haben anschließend gezeigt, dass wir mutig Fußball spielen und mit einem guten Gegenpressing gemeinsam nach vorne kommen können. In dieser kurzen Zeit war schon vieles dabei, das uns zeigt, welchen Weg wir gehen wollen.“
Besonders die Reaktion der Mannschaft nach der schwierigen ersten Halbzeit in Freiburg hebt der Trainer hervor.
„Wir sind noch nicht so gefestigt in unseren Verhaltensweisen, dass jede Situation automatisch funktioniert. Das ist in dieser Phase völlig normal. Umso positiver ist für mich das Tempo, mit dem die Mannschaft Dinge annimmt und umsetzt. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit haben wir Dinge angesprochen, die Jungs haben sie verändert und eine riesige Reaktion gezeigt. Das Positive daraus wollen wir jetzt fortführen.“
Neue Systematik soll sich einspielen
An den taktischen Abläufen wird weiter gearbeitet. Noch befindet sich die Mannschaft laut Kauczinski in einer Kennenlernphase. Viele Details ließen sich in der kurzen Zeit nicht vollständig vermitteln. Einige Erfahrungen müsse die Mannschaft zudem im Spiel selbst sammeln.
„Wir befinden uns weiterhin in einer Kennenlernphase. Es gibt viele kleine taktische Dinge, die man in dieser kurzen Zeit gar nicht alle besprechen kann. Manche Erfahrungen muss eine Mannschaft auch auf dem Platz machen. Das wird sich Stück für Stück einspielen. Wichtig ist, dass die Jungs sehr offen für die Inhalte sind und sie schnell umsetzen.“
„Wir wollen unser Spiel durchziehen“
Für das Duell mit Ulm will Kauczinski den Blick vor allem auf die eigene Mannschaft richten. In der Trainingswoche ging es zunächst um Zweikämpfe, schnelle Aktionen und das Umschaltspiel, später rückte der Gegner stärker in den Mittelpunkt.
„Für uns geht es darum, auf uns zu schauen. Wir wollen unser Spiel durchziehen, stabil in unseren Verhaltensweisen sein und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Gleichzeitig wissen wir, dass es ein hartes Stück Arbeit wird und wir wieder alles zusammenpacken müssen.“
Die Trainingswoche habe man mit Übungen auf engem Raum begonnen. Dabei standen viele Zweikämpfe, enge Situationen und eine hohe Aktionsschnelligkeit auf dem Programm.
„Es ging darum, schnell umzuschalten und nach einem gewonnenen Zweikampf direkt nach vorne zu schauen. Im Laufe der Woche wurden die Räume dann größer und der Fokus ging stärker auf die Vorbereitung auf Ulm. Wir haben gleichzeitig unser eigenes Spiel analysiert und geschaut, welche Stärken wir mitnehmen und wo wir noch Dinge verändern müssen.“
Ulm mit veränderten Abläufen
Den kommenden Gegner schätzt Kauczinski individuell stark ein. Gleichzeitig habe sich auch der SSV Ulm den Saisonstart vermutlich anders vorgestellt.
„Wenn ich mir Ulm anschaue, sehe ich eine individuell gut aufgestellte Mannschaft mit Qualität. Beide Mannschaften haben sich den Saisonstart sicherlich anders vorgestellt. Ulm hat zuletzt Dinge verändert und spielt nicht mehr genauso wie zu Saisonbeginn. Es ist natürlich auch möglich, dass sie wieder auf vorherige Abläufe zurückgreifen. Darauf stellen wir uns ein.“
Entscheidend sei deshalb, dass die eigene Mannschaft ihre Abläufe weiter festige und auf die verschiedenen Situationen vorbereitet sei.
„Entscheidend ist aber, dass wir unsere eigenen Verhaltensweisen weiter stabilisieren und Lösungen für die Situationen finden, die uns am Samstag erwarten.“
Vukoja und Akgöz voraussichtlich nicht dabei
Personell muss der SV Sandhausen voraussichtlich auf Luka Vukoja und Batu Akgöz verzichten. Beide sind angeschlagen beziehungsweise krank.
Maximilian Wagner könnte dagegen nach längerer Pause wieder in den Kader zurückkehren.
„Maximilian Wagner hat erstmals wieder eine komplette Trainingswoche absolviert. Nach seiner langen Ausfallzeit merkt man ihm die Belastung natürlich noch an, aber er ist ein möglicher Rückkehrer für den Kader. Das werden wir nach der letzten Einheit entscheiden.“
Ken Gipson ist ebenfalls auf dem Weg zurück, braucht aber noch etwas Zeit.
„Ken Gipson ist noch nicht ganz so weit, hat seine Belastung aber ebenfalls gesteigert und soll möglichst in der kommenden Woche wieder zurückkehren.“
Kauczinski fühlt sich am Hardtwald wohl
Seine ersten eineinhalb Wochen beim SV Sandhausen bewertet der neue Cheftrainer positiv. Mannschaft und Staff hätten ihm den Einstieg erleichtert.
„Die ersten eineinhalb Wochen haben mir total Spaß gemacht. Die Jungs haben die neuen Dinge und auch mich sehr gut angenommen. Der Staff und alle rund um die Mannschaft haben es mir leicht gemacht, hier anzukommen. Ich habe ein gutes Gefühl.“
Kauczinski sieht dabei auch die Qualität innerhalb des Teams.
„Die Mannschaft zieht mit, wir haben Qualität und es macht Spaß, gemeinsam etwas aufzubauen und den nächsten Schritt zu gehen.“
Quelle: SV Sandhausen
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