HEIDELBERG und pfenning-Gruppe kooperieren bei Pharmaverpackungen

HEIDELBERG und die pfenning-Gruppe haben im Home of Print in am Standort Wiesloch-Walldorf eine Kooperation für integrierte Lösungen im Bereich der pharmazeutischen Verpackungsproduktion geschlossen. (von links:) Sebastian Wondrak, Director Sales Pharma & Healthcare + Chemicals pfenning-Gruppe, Georg Lammers, Geschäftsführer pfenning-Gruppe, Jürgen Otto Vorstandvorsitzender bei HEIDELBERG, Rana Matthias Nag, Sprecher der Geschäftsführung der pfenning-Gruppe, Andreas Lang, Leiter Global Key Account Management & Packaging bei HEIDELBERG und Dr. Oliver Koop, Leiter Systemintegration Pharma bei HEIDELBERG. Foto: HEIDELBERG
Starke Allianz für Pharma: HEIDELBERG und pfenning-Gruppe bündeln Verpackung und Logistik aus einer Hand
(pm 1.10.26) Die Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) und die pfenning-Gruppe haben eine Kooperation für integrierte Lösungen im Bereich der pharmazeutischen Verpackungsproduktion vereinbart. Ziel ist es, Produktion, Verpackung und Logistik zu einem durchgängigen End-to-End-Prozess zu verbinden.
Damit wollen die Unternehmen neue Potenziale für Effizienz, Transparenz und Compliance in regulierten Lieferketten erschließen. Die Zusammenarbeit knüpft an die auf der interpack 2026 vorgestellte Strategie von HEIDELBERG an, sich als End-to-End-Systemintegrator für die gesamte Wertschöpfungskette der Verpackungsproduktion zu positionieren.
Kompetenzen werden gebündelt
HEIDELBERG bringt unter anderem Know-how in industriellen Drucktechnologien, Workflow-Integration, Automatisierung und qualitätsorientierten Produktionsprozessen ein. Die pfenning-Gruppe ergänzt dies mit ihrer Expertise in Pharmaverpackung, Serialisierung, Aggregation, Track-and-Trace sowie GDP- und GMP-konformen Logistikprozessen.
„Verpackungen sind ein wichtiger Wachstumsmarkt für HEIDELBERG“, sagt Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender von HEIDELBERG. Mit der pfenning-Gruppe habe das Unternehmen einen Partner gewonnen, um den End-to-End-Ansatz auf die Anforderungen der Pharmabranche auszuweiten.
Auch Rana Matthias Nag, Sprecher der Geschäftsführung der pfenning-Gruppe, sieht neue Möglichkeiten für das Unternehmen. Die Kooperation stärke die Fähigkeit, Kunden aus der Pharmaindustrie integrierte Verpackungs- und Logistikkonzepte anzubieten. Durch die Verbindung von Verpackung, Datenmanagement und Logistik sollten Transparenz, Compliance und operative Effizienz entlang der Wertschöpfungskette verbessert werden.
Steigende Anforderungen an Pharmaverpackungen
Die pharmazeutische Industrie steht nach Angaben der Unternehmen vor steigenden Anforderungen an Rückverfolgbarkeit, Dokumentation, Serialisierung und regulatorische Konformität. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an flexible und wirtschaftliche Verpackungs- und Logistikprozesse.
Mit der Kooperation wollen HEIDELBERG und die pfenning-Gruppe integrierte und skalierbare Konzepte für die Pharmaverpackung entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei Lösungen, die Druck, Verpackung und datengetriebene Logistik miteinander verbinden.
Ein wichtiger Bestandteil ist die digitale Integration der beteiligten Systeme. Workflow-, Druck- und Verpackungstechnologien sollen mit Serialisierungs- und Logistiksystemen verknüpft werden. Dadurch sollen durchgängige Informationsflüsse, eine höhere Transparenz, eine verbesserte Prozesskontrolle und eine lückenlose Dokumentation entlang der Lieferkette ermöglicht werden.
HEIDELBERG erweitert Systemintegration
Die Kooperation ist ein weiterer Schritt in der strategischen Ausrichtung von HEIDELBERG, die Systemintegration in der Verpackungsindustrie über den eigentlichen Druckprozess hinaus auszubauen.
Bereits auf der interpack 2026 hatte das Unternehmen angekündigt, sein Lösungsangebot gemeinsam mit Partnern auf den gesamten Herstellungsprozess auszuweiten – von der Substratauswahl über Druck und Weiterverarbeitung bis hin zu Logistik und digitaler Integration.
Erste Partnerschaften hatte HEIDELBERG unter anderem mit Pack-Smart und Metsä Board bekanntgegeben. Mit der pfenning-Gruppe wird dieser Ansatz nun um nachgelagerte pharmazeutische Verpackungs- und Logistikprozesse erweitert.
Text und Foto: Foto: HEIDELBERG
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