Gipfeltreffen Theologie: Schülerinnen und Schüler diskutieren über die Frage nach dem Leid
Teilnahme am Studientag „Gipfeltreffen Theologie“ in Freiburg
(feg 21.10.26) Warum lässt Gott Leid zu? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des katholischen Leistungskurses der Jahrgangsstufe 2 (JS2) unter der Leitung von Herrn Feuerstein am 14. Oktober 2026 beim Gipfeltreffen Theologie in Freiburg. Dazu kamen Religionsleistungskurse verschiedener Schulen im Priesterseminar Freiburg zusammen.
Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Der liebe Gott und das Leid dieser Welt – Theodizee“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der Glaube an einen guten und allmächtigen Gott mit dem Leid in der Welt vereinbaren lässt. Angesichts von Kriegen, Naturkatastrophen und schweren Krankheiten ist diese Frage bis heute aktuell.
Theologische Perspektiven auf das Leid
Prof. Dr. Magnus Striet von der Universität Freiburg beleuchtete das Thema aus theologischer Sicht. Er ging der Frage nach, wie angesichts des Leids überhaupt noch sinnvoll von Gott gesprochen werden kann.
Die Schülerinnen und Schüler hatten Gelegenheit, mit dem Theologen zu diskutieren, kritische Fragen zu stellen und eigene Überlegungen einzubringen.
Einblicke in die Palliativmedizin
Dr. Miriam van Buiren vom Universitätsklinikum Freiburg ergänzte die theologischen Überlegungen durch Einblicke in ihre Arbeit als Palliativmedizinerin. Anhand ihrer Erfahrungen bei der Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen wurde deutlich, welche Bedeutung die Fragen nach Leid, Hoffnung und Trost im Alltag haben.
Verbindung von Theologie und medizinischer Praxis
Die Veranstaltung verband theologische Überlegungen mit Erfahrungen aus der medizinischen Praxis. Dabei wurde deutlich, dass die Theodizeefrage nicht nur ein theoretisches Problem ist, sondern auch den Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen betrifft.
Neue Perspektiven für Unterricht und Abiturvorbereitung
Das Gipfeltreffen bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, über den Religionsunterricht hinaus neue Perspektiven kennenzulernen und sich mit Fachleuten auszutauschen.
Auch wenn die Frage nach dem Leid letztlich offenbleibt, erhielten die Teilnehmenden zahlreiche Denkanstöße. Diese können sowohl für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema im Religionsunterricht als auch für die Abiturvorbereitung von Bedeutung sein.
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