SV Sandhausen vor Heimspiel gegen Aalen: „Wir brauchen einen langen Atem“
Schwarz-Weiße empfangen den Aufsteiger am Hardtwald
(svs 23.10.26) Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Kickers Offenbach steht für den SV Sandhausen die nächste Herausforderung in der Regionalliga Südwest an. Am Samstag, 24. Oktober 2026, empfangen die Schwarz-Weißen den Aufsteiger VfR Aalen im Stadion am Hardtwald. Die Partie des 13. Spieltags beginnt um 14 Uhr.
Vor dem Heimspiel spricht Cheftrainer Markus Kauczinski über die Qualitäten des kommenden Gegners, die Entwicklung seiner Mannschaft in den ersten sieben Spielen unter seiner Leitung, taktische Überlegungen und die personelle Situation.
Kauczinski schätzt Aalen als starken Gegner ein
Über den VfR Aalen sagt Markus Kauczinski: „Die sind richtig gut. Man darf sich überhaupt nicht davon blenden lassen, dass sie Aufsteiger sind. Das Gleiche gilt für den VfR Mannheim. Man merkt, dass sie unheimlich eingespielt sind und mit Ball richtig guten Fußball spielen. Aalen ist eine sehr variable Mannschaft, die viel Selbstbewusstsein hat. Es ist kein Zufall, dass sie da oben stehen. Ich traue ihnen auch zu, dass sie weiterhin eine Rolle spielen, weil sie in sich ruhen, cool sind und richtig guten Fußball spielen.“
Der Cheftrainer erwartet damit eine anspruchsvolle Aufgabe für seine Mannschaft. „Das ist wahrscheinlich zusammen mit Heilbronn-Freiberg die schwerste Aufgabe, die wir bisher bewältigen müssen. Wir müssen selbst guten Fußball spielen und uns auf eine sehr variable Mannschaft einstellen, die viel Selbstbewusstsein mitbringt. Sie haben auch einzelne Jungs, die Tore machen können. Insgesamt ist das eine richtig gute Mannschaft“, erklärt Kauczinski.
Positive Entwicklung in den ersten sieben Spielen
Mit Blick auf die bisherige Bilanz unter seiner Leitung verweist Kauczinski auf vier Siege und drei Unentschieden aus sieben Spielen. Das entspricht einem Punkteschnitt von mehr als zwei Zählern pro Partie. Trotzdem steht der SV Sandhausen in der Tabelle weiterhin im Mittelfeld.
„Wir haben sieben Spiele gehabt, vier gewonnen und drei unentschieden gespielt. Das ist ein Schnitt von über zwei Punkten, trotzdem stehen wir noch irgendwo in der Mitte. Ich habe aber vorher schon gesagt, dass wir uns in Geduld üben müssen. Wir brauchen einen langen Atem“, sagt der Trainer.
Mit der Entwicklung der Mannschaft ist Kauczinski zufrieden – auch unabhängig von den Ergebnissen. „Ich bin total zufrieden, auch mal losgelöst von den Ergebnissen. Die Entwicklung der Mannschaft, wie sie Dinge annimmt und umsetzt, mit welcher Energie die Jungs jeden Tag trainieren und mit welcher Mischung aus Freude, Energie und Leidenschaft sie agieren, das macht total Spaß. Auch im Alltag ist mittlerweile eine richtig gute Energie entstanden“, berichtet er.
Marco Kehl-Gómez soll in der Dreierkette bleiben
Auch zur taktischen Aufstellung äußert sich Kauczinski. Marco Kehl-Gómez in der Dreierkette einzusetzen, habe sich aus seiner Sicht bewährt. „Ich glaube, dass uns der Moment mit Marco in der Dreierkette auf jeden Fall recht gibt. Wir haben alle ein sehr, sehr gutes Gefühl damit und wollen das so lassen“, erklärt der Cheftrainer.
Im zentralen Mittelfeld verfügt der SV Sandhausen mit Niklas Tarnat und Max Christiansen über zwei Spezialisten. Ken Gipson könne zwar auf mehreren Positionen eingesetzt werden, sei für diese Rolle jedoch kein ausgewiesener Spezialist. Zudem stehen mit Yanis Outman und Leon Ampadu zwei weitere Spieler, die diese Position übernehmen können, derzeit verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
„Deshalb hatten wir das Gefühl, dass wir uns nicht nur mittelfristig, sondern auch kurzfristig verstärken müssen und dort noch einmal neuen Input brauchen“, sagt Kauczinski zur personellen Planung.
Florian Engelhardt als zusätzliche Option im Mittelfeld
Zum Neuzugang Florian Engelhardt äußert sich der Trainer positiv. Obwohl der Mittelfeldspieler noch jung ist, bringe er bereits Erfahrung aus der 3. Liga mit.
„Flo ist, obwohl er noch jung ist, schon ein erfahrener Mittelfeldspieler, der in der 3. Liga einiges erlebt hat. Er ist spielstark, gut am Ball und findet sehr gute Lösungen. Die ersten Tage haben uns schon überzeugt, sodass wir froh sind, dass wir uns auf dieser Position breiter aufstellen können“, sagt Kauczinski.
Für einen Einsatz über die gesamte Spielzeit sei Engelhardt allerdings noch nicht bereit. Ein Einsatz als Einwechselspieler komme dagegen infrage. „Für 90 Minuten reicht es noch nicht. Er ist aber ein Kandidat, um reinzukommen. Natürlich muss er auch erst alles kennenlernen. Wir werden sehen, was passiert“, erklärt der Cheftrainer.
Tarnat kehrt zurück – Entscheidung bei Mamutovic und Lohkemper steht aus
Auch zur personellen Situation vor dem Spiel gegen Aalen gibt Kauczinski Auskunft. Niklas Tarnat steht nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung. David Mamutovic, der zuletzt leicht angeschlagen war, hat inzwischen wieder trainiert. Auch Felix Lohkemper ist seinem Genesungsprozess zufolge einen Schritt weiter.
„David Mamutovic war leicht angeschlagen, hat heute aber wieder trainiert. Felix Lohkemper ist einen Schritt weiter. Wir werden noch miteinander sprechen, wofür es reicht. Einer von beiden wird beginnen, der andere wird reinkommen. Das entscheiden wir am Freitag“, sagt Kauczinski.
Tim Korzuschek, Phil Halbauer und Stefan Maderer fallen weiterhin aus. Maxi Wagner hat sich von seiner Mandelentzündung so weit erholt, dass er Teile des Mannschaftstrainings absolvieren konnte. Ob es für einen Einsatz reicht, ist nach Angaben des Trainers noch offen.
Yanis Outman soll bald ins Einzeltraining zurückkehren
Bei Yanis Outman verläuft die Genesung nach Einschätzung Kauczinskis schneller als zunächst erwartet. Der Trainer rechnet damit, dass der Spieler in der kommenden Woche wieder ins Einzeltraining einsteigen kann.
„Bei Yanis Outman geht es etwas schneller. Wir erwarten ihn nächste Woche im Einzeltraining zurück. Unsere Idee ist, dass er vielleicht in zwei, drei Wochen wieder auf dem Platz stehen kann“, erklärt Kauczinski.
Text und Foto: SV Sandhausen
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