ADAC testet zwölf Rauchwarnmelder: Ein Modell fällt mit „mangelhaft“ durch
Elf Geräte überzeugen bei der Rauchwarnung
(adac 24.10.26) Rauchwarnmelder können im Ernstfall Leben retten. Allerdings warnt nicht jedes Gerät bei einem Brand zuverlässig. Das zeigt ein aktueller Test des ADAC, bei dem zwölf Rauchwarnmelder untersucht wurden. Während elf Modelle bei der Rauchwarnung überzeugen, fällt ein Gerät bei einer der Brandprüfungen durch: Der Pyrexx XSD100 V3-Q gab beim Prüfbrand TF2, einem Pyrolyse-Schwelbrand, keine rechtzeitige und dauerhafte Warnung ab. Deshalb bewertete der ADAC das Modell mit der Gesamtnote 5,0 und damit als „mangelhaft“.
Testsieger ist der Rauchwarnmelder FireAngel FA6120-INT. Er erhielt die Gesamtnote 1,7 und kostet rund 16 Euro. Das Gerät überzeugte insbesondere durch seine zuverlässige Warnfunktion, eine hohe Robustheit gegenüber Fehlalarmen und gut hörbare Warntöne. Als einzigen Kritikpunkt nennt der ADAC die während des Betriebs blinkende LED, die vor allem im Schlafzimmer störend sein könnte.
Dass guter Schutz nicht teuer sein muss, zeigt laut ADAC der Logilink SC0016. Mit einem Preis von knapp neun Euro ist er das günstigste Gerät im Test und erreicht dennoch die Gesamtnote 2,3, die der Bewertung „gut“ entspricht.
Insgesamt erhielten zehn der zwölf getesteten Rauchwarnmelder die Note „gut“. Ein weiteres Modell wurde mit „befriedigend“ bewertet. Der Pyrexx XSD100 V3-Q fiel mit der Note „mangelhaft“ durch.
Pyrexx XSD100 V3-Q versagt bei Schwelbrandprüfung
Wegen seines Ergebnisses beim Prüfbrand TF2 wurde der Pyrexx XSD100 V3-Q nach dem Bewertungsschema des ADAC auf die Gesamtnote „mangelhaft“ abgewertet. Keines der sechs Exemplare, die unter Anwesenheit eines unabhängigen Sachverständigen geprüft wurden, gab bei diesem Prüfbrand eine rechtzeitige und dauerhafte Warnung ab.
Der Prüfbrand TF2 simuliert nach DIN EN 14604 einen langsam entstehenden Schwelbrand von Holz. Dabei entsteht durch thermische Zersetzung Rauch, ohne dass offene Flammen auftreten.
Bei einem offenen Flüssigkeitsbrand, wie er durch die Entzündung brennbarer Flüssigkeiten entstehen kann, löste der Rauchwarnmelder dagegen zuverlässig aus.
Nach Angaben des Herstellers wird das Modell XSD100 V3-Q seit April 2026 nicht mehr verkauft. Der ADAC veröffentlicht das Testergebnis dennoch, da sich bereits verkaufte Geräte weiterhin in Haushalten im Einsatz befinden.
ADAC gibt Empfehlungen für Kauf und Betrieb
Der ADAC empfiehlt Verbrauchern, beim Kauf eines Rauchwarnmelders nicht allein auf den Preis zu achten. Entscheidend seien insbesondere eine zuverlässige Warnfunktion, verständliche Montage- und Bedienungsanleitungen sowie eine gut erreichbare Testtaste.
Die Geräte sollten unbedingt entsprechend den Herstellerangaben montiert werden. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Rauchwarnmelder auch für eine Wandmontage zugelassen sind.
Darüber hinaus empfiehlt der ADAC, die Funktion der Rauchwarnmelder mindestens einmal jährlich zu überprüfen. Es sei außerdem sinnvoll, die durchgeführten Funktionstests zu protokollieren.
Nach einem Sturz auf den Boden sollte ein Rauchwarnmelder vorsorglich ersetzt werden. Die Versuche des ADAC zeigten, dass dabei die verbaute Technik beschädigt werden kann. Unter Umständen gibt das Gerät im Brandfall anschließend keine ausreichende Warnung mehr aus.
Zwölf batteriebetriebene Modelle im Test
Für den Test untersuchte der ADAC zwölf batteriebetriebene Rauchwarnmelder, deren Hersteller jeweils eine Batterielebensdauer von mindestens zehn Jahren angeben. Alle getesteten Geräte gehören zum günstigen Einstiegssegment. Die Preise lagen zwischen neun und 30 Euro, ausgehend vom Preisstand Februar 2026.
Die Modelle verzichten auf eine Vernetzung mit anderen Geräten oder eine Anbindung an eine App.
Bei der Bewertung berücksichtigte der ADAC vier Kriterien mit unterschiedlicher Gewichtung:
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Zuverlässigkeit der Warnung: 50 Prozent
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Handhabung: 20 Prozent
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Robustheit gegenüber Fehlalarmen: 15 Prozent
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Lautstärke der Warnungen: 15 Prozent
Neben praktischen Untersuchungen führte der ADAC umfangreiche Funktionsprüfungen im KRIWAN Testzentrum GmbH durch. Das Labor ist als Produktzertifizierungsstelle zugelassen.
Text und Foto: ADAC
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