Integration gestalten, Chancen nutzen: Fachtag im Rhein-Neckar-Kreis

Fachtag im Rhein-Neckar-Kreis: Lisa Sieckmeyer, Welcome Center Rhein-Neckar, und Elena Albrecht, Ordnungsamt – Referat Integration im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, begrüßen die Gäste. Foto: LRA RNK
47 Teilnehmende tauschen sich über Möglichkeiten und Herausforderungen der Integrationsarbeit aus
(rnk 30.10.26) Die Integration ausländischer Fachkräfte ist für die deutsche Wirtschaft von großer Bedeutung. Verschiedene Initiativen setzen sich dafür ein, internationale Fachkräfte in der Region zu halten und ihre Integration zu unterstützen. Dazu gehört die Kampagne „Stay in Rhein-Neckar“ der Metropolregion Rhein-Neckar. Auch das Projekt „Care & Stay“ des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis richtet sich an diese Zielgruppe.
Gleichzeitig stehen die Akteurinnen und Akteure der Integrationsarbeit angesichts knapper finanzieller Mittel und gesellschaftlicher Veränderungen vor großen Herausforderungen.
Unter dem Motto „Ideen teilen, positiv bleiben“ fand deshalb Mitte Oktober der Fachtag „Zukunft schaffen – Integration im ländlichen Raum gestalten“ statt. 47 Teilnehmende aus Verwaltungen, dem Ehrenamt und verschiedenen Trägern kamen dazu auf dem Gelände des Stifts Sunnisheim zusammen. Veranstalter war das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis.
Vortrag zeigt Handlungsmöglichkeiten trotz knapper Ressourcen
Zum Auftakt stellte Prof. Dr. Hannes Schammann in seinem Vortrag zur Integrationsarbeit in ländlichen Räumen die Frage „Nichts zu machen?“. Anschließend zeigte er, wie der Rhein-Neckar-Kreis im landesweiten Vergleich aufgestellt ist und welche Handlungsmöglichkeiten sich auch bei begrenzten Ressourcen ergeben.
Besonders hob er die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung und Integrationsarbeit im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis hervor. Diese Kooperation bildete zugleich eine Grundlage für die Veranstaltung.
Wie häufig Erfolge in der Integrationsarbeit vom persönlichen Einsatz Einzelner abhängen, verdeutlichte eine kurze Umfrage der Moderatorin Dr. Katja Hilser. Sie fragte die Teilnehmenden: „Wer hier im Raum hat schon einmal gedacht ‚Dazu fehlen mir die Ressourcen‘ – und es dann trotzdem gemacht?“ Fast alle Anwesenden bejahten die Frage.
Elena Albrecht, Bildungskoordinatorin im Referat gesellschaftliche Integration des Landratsamts, sieht im Engagement und in der Fachkompetenz der Beteiligten eine wichtige Stärke: „Das vielfältige Engagement und die hohe Fachkompetenz ist eine große Stärke“, erklärte sie. Die Integrationsarbeit im Rhein-Neckar-Kreis stehe auf einem guten Fundament.
Praxisworkshops zu Öffentlichkeitsarbeit, sozialer Integration und Erwerbsmigration
Im weiteren Verlauf erarbeiteten die Teilnehmenden in drei Praxisworkshops konkrete und alltagsnahe Handlungsmöglichkeiten. Die Themenbereiche waren Öffentlichkeitsarbeit, soziale Integration sowie Erwerbsmigration und Willkommenskultur.
Zum Abschluss der Veranstaltung blieb ausreichend Zeit für den persönlichen Austausch und die Vernetzung der Beteiligten.
Wie wichtig dieser Austausch ist, betonte Lisa Sieckmeyer vom Welcome Center Rhein-Neckar: „Gerade in einem so großen Kreis wie dem Rhein-Neckar-Kreis ist die Vernetzung untereinander sehr wichtig. Auf dem komplexen Feld der Integration muss man sich gegenseitig unterstützen.“
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