ADAC warnt vor großer Hitze im Auto
Fahrzeuge heizen in der Sonne besonders schnell auf
(adac 22.5.26) Mit den ersten sommerlichen Tagen steigt auch die Gefahr durch extreme Temperaturen in abgestellten Fahrzeugen. Der ADAC weist darauf hin, dass sich Autos in der Sonne innerhalb kürzester Zeit stark aufheizen können – selbst dann, wenn die Außentemperaturen noch unter 30 Grad liegen.
Temperaturen von fast 60 Grad gemessen
In einer Versuchsreihe stellten Experten des ADAC ein Fahrzeug in die pralle Sonne und dokumentierten die Entwicklung der Temperaturen im Innenraum. Bereits nach 30 Minuten wurden dort mehr als 50 Grad gemessen. Nach rund eineinhalb Stunden lag die Höchsttemperatur bei 59,1 Grad.
Besonders für Kleinkinder und Tiere besteht unter solchen Bedingungen akute Lebensgefahr.
Sonne macht Fahrzeuge zum Treibhaus
Nicht allein die Lufttemperatur sorgt für die starke Hitzeentwicklung. Entscheidend ist vor allem die direkte Sonneneinstrahlung. Durch die Scheiben gelangt die Wärme ins Fahrzeuginnere und staut sich dort wie in einem Treibhaus.
Zusätzlich können sich Oberflächen im Auto extrem aufheizen. Lenkräder, Gurtschlösser oder Kindersitze erreichen laut ADAC Temperaturen von bis zu 80 Grad und können dadurch sogar Verbrennungen verursachen.
Fenster öffnen hilft kaum
Der ADAC appelliert deshalb an Autofahrerinnen und Autofahrer, auch bei kurzen Erledigungen keine Kinder oder Tiere im Fahrzeug zurückzulassen. Selbst leicht geöffnete Fenster hätten nur geringe Auswirkungen auf die Temperatur im Innenraum.
Auch empfindliche Gegenstände wie Handys, Akkus oder Feuerzeuge sollten bei starker Sonneneinstrahlung nicht im Auto liegen bleiben.
Diese Maßnahmen helfen gegen Hitze
Im Rahmen der Tests wurden auch verschiedene Schutzmaßnahmen untersucht. Besonders wirksam zeigte sich eine sogenannte Halbgarage, also eine Abdeckplane für das Fahrzeug. Sie sorgte für eine Temperaturdifferenz von rund zehn Grad.
Auch silberne Sonnenschutzfolien an der Windschutzscheibe reduzierten die Hitze deutlich. Weniger effektiv war dagegen ein helles Tuch auf dem Armaturenbrett.
Was tun bei Kindern oder Tieren im heißen Auto?
Wer ein Kind oder Tier in einem abgestellten Auto entdeckt, sollte die Situation aufmerksam prüfen. Zunächst empfiehlt der ADAC, durch Klopfen an die Scheibe Kontakt aufzunehmen und den Zustand der Insassen einzuschätzen.
Zeigen sich Anzeichen einer Überhitzung – etwa starkes Schwitzen, Apathie oder bei Hunden heftiges Hecheln – sollten umgehend Polizei oder Feuerwehr verständigt werden.
Das Einschlagen einer Autoscheibe ist laut ADAC nur in einer akuten Notlage erlaubt, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. In einem solchen Fall sollte man möglichst Zeugen hinzuziehen und die Rettungskräfte über das Vorgehen informieren.
Mehr zu den Untersuchungen des ADAC lesen Sie hier.
Quelle: ADAC
Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=195391



























