Affenpfleger aus drei Ländern treffen sich im Zoo Heidelberg

Gemeinsam für den Schutz der Affen

(zoo 23.5.26) Im Zoo Heidelberg kamen am vergangenen Wochenende rund 130 Affenpflegerinnen und Affenpfleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens standen der fachliche Austausch, aktuelle Themen aus der Tierpflege sowie der gemeinsame Einsatz für den Artenschutz.

Das Treffen wird alle zwei Jahre vom Berufsverband der Zootierpfleger organisiert und fand erstmals in Heidelberg statt.

Fachvorträge zu Haltung und Artenschutz

Während der Veranstaltung beschäftigten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Themen rund um Primaten. In mehreren Vorträgen ging es unter anderem um die Auswilderung von Gorillas, die Arbeit von Auffangstationen in Vietnam sowie um Erfahrungen bei der Haltung unterschiedlicher Affenarten in Zoos.

Am Sonntag erhielten die Gäste bei Führungen durch den Zoo Heidelberg zusätzlich Einblicke hinter die Kulissen der Tierhaltung.

Tierpflegerin Tina Steimer vom Zoo Heidelberg betonte die Bedeutung solcher Treffen: „Es war schön zu sehen, wie groß das Interesse am gegenseitigen Austausch ist. Durch solche Treffen erfährt man auch, wie es mit Tieren weitergeht, die früher einmal bei uns gelebt haben.“

Unterstützung für Artenschutzprojekt WAPCA

Ein wichtiger Bestandteil des Treffens war auch das Artenschutzprojekt WAPCA, das im Jahr 2001 vom Zoo Heidelberg gegründet wurde. Gemeinsam mit weiteren europäischen Zoos und Organisationen setzt sich das Projekt für den Schutz bedrohter Affenarten in den westafrikanischen Regenwäldern ein.

Besonders betroffen sind Roloway-Meerkatzen und Weißscheitel-Mangaben, deren Lebensräume durch Abholzung und Wilderei immer weiter zurückgehen.

Während der Veranstaltung wurden durch eine Versteigerung sowie zusätzliche Spenden insgesamt 4.200 Euro gesammelt. Das Geld kommt vollständig dem Projekt WAPCA zugute und unterstützt die Schutzmaßnahmen vor Ort.

Austausch und Zusammenarbeit stehen im Mittelpunkt

Für Anke Jakob, Revierleiterin des Affenreviers im Zoo Heidelberg, sind solche Treffen besonders wichtig. Der direkte Austausch helfe dabei, Erfahrungen weiterzugeben, Kontakte zu pflegen und gemeinsam Lösungen für Herausforderungen in der Tierpflege und im Artenschutz zu finden.

Der Zoo Heidelberg zog nach dem Wochenende ein durchweg positives Fazit und wertete die Veranstaltung als wichtigen Beitrag für die Zusammenarbeit im internationalen Artenschutz.

Text und Foto: Zoo Heidelberg

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