Am Efeu summen jetzt Hornissen

Orientalische Hornisse – Foto: Yvonne Christ/NABU-naturgucker.de

NABU bittet um Meldungen zu Hornissen

(nabu 26.9.26) Auch im Frühherbst sind noch zahlreiche Hornissen unterwegs. Der NABU und NABU|naturgucker rufen deshalb dazu auf, gesichtete Tiere zu fotografieren und zu melden.

Hornissen sammeln sich am Efeu

Vor allem Asiatische Hornissen sind derzeit häufig am Efeu zu beobachten. „Asiatische Hornissen erreichen jetzt im Frühherbst ihren Höhepunkt mit den meisten Tieren pro Volk“, erklärt Theresa Seidel, NABU-Expertin für Citizen Science. Efeu gehört zu den letzten Pflanzen, die zu dieser Jahreszeit noch reichlich blühen. Die Hornissen finden dort neben Nektar auch Beute in Form anderer bestäubender Insekten.

Auch Europäische Hornissen nutzen den Efeu als späte und ergiebige Nahrungsquelle.

Wer Hornissen – egal ob Asiatische oder Europäische – an Efeu oder anderen Pflanzen beobachtet, sollte die Tiere fotografieren und dem NABU melden. Die Beobachtungen sollen dabei helfen, die Ausbreitung der invasiven Asiatischen Hornisse in Deutschland zu dokumentieren.

Asiatische Hornisse breitet sich weiter aus

Bis 2025 waren vor allem die westdeutschen Bundesländer von der Asiatischen Hornisse betroffen. Inzwischen wurden auch Funde in Berlin und Brandenburg dokumentiert. Die Art breitet sich zunehmend in Richtung Norden und Osten aus. In diesem Jahr stieg die Zahl der Meldungen insbesondere in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

„Die weitere Ausbreitung müssen wir im Auge behalten“, sagt Seidel.

Die Europäische Hornisse erfüllt dagegen eine wichtige Funktion im Ökosystem. Sie reguliert unter anderem die Bestände von Fliegen, Bremsen, Mücken und Wespen und trägt zur Bestäubung bei.

Auch die Asiatische Hornisse übernimmt diese Aufgaben, bildet jedoch deutlich größere Staaten als die Europäische Hornisse. Zudem hat sie nur wenige natürliche Feinde. Dadurch kann sie sich stark ausbreiten und neben Honigbienen auch Wildbienen, Hummeln und Wespenarten gefährden. Im Herbst ist unter anderem die Efeu-Seidenbiene betroffen, die sich größtenteils vom Nektar der Efeublüten ernährt.

Abstand zu Nestern halten

Der NABU bittet darum, Beobachtungen möglichst mit Fotos zu melden. Gleichzeitig sollte ausreichend Abstand zu den Tieren und insbesondere zu ihren Nestern gehalten werden.

„Immer etwas Abstand halten, vor allem zu Nestern – auch wenn Hornissen durch und durch friedliche Tiere sind. Sie stechen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen“, rät Theresa Seidel.

Text und Foto: NABU

nussloch-lokal.de Nussloch Lokal - Zeitung - Onlinezeitung

Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=198024

Kommentare sind deaktiviert.

Werbung

Foto-Galerie

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes