Beginn der Holzernte in Bammental – Sperrung beachten
Absperrungen unbedingt beachten
(rnk 2.11.26) Aktuell haben in verschiedenen Waldbereichen in Bammental Holzerntemaßnahmen in Fichten- und Buchenbeständen begonnen. Um die Arbeiten effizient und zügig durchzuführen, ist in ausgewählten Bereichen – wie etwa am Lärchenweg – ein moderner Harvester im Einsatz, teilt das Kreisforstamt des Rhein-Neckar-Kreises mit. Wo es die Gegebenheiten erfordern, ergänzen Forstwirte die Arbeiten mit der Motorsäge.
Ein Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Durchforstung von Fichtenwäldern. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels mit längeren Trockenperioden und der damit einhergehenden Borkenkäfergefahr können Fichten in unserer Region langfristig nicht erhalten werden. Durch die gezielte Entnahme einzelner Bäume erhalten die verbleibenden Fichten schon in vergleichsweisen jungen Jahren mehr Licht und Standraum. Sie wachsen dadurch schneller in die Dicke und erhalten mehr Platz in der Krone, was insgesamt zu einer höheren Stabilität des Fichtenwaldes sorgt. Somit können die Bäume früher geerntet werden, bevor das Risiko für Sturm- oder Käferschäden im Alter zu groß wird. An anderer Stelle wird durch die Ernte alter Fichten ganz gezielt die bereits natürlich aufkommende Verjüngung am Waldboden gefördert, indem Licht auf den Boden gelassen wird. Die jungen, lichtbedürftigen Bäumchen bekommen so den nötigen Impuls, um heranzuwachsen und den Wald von morgen zu bilden.
Der Bammentaler Wald hat einen sehr hohen Anteil der Baumart Buche. In einem jungen Buchenbestand werden deshalb sogenannte Zukunftsbäume (Z-Bäume) ausgewählt, die aufgrund ihrer Vitalität und Qualität das Rückgrat des künftigen Waldes bilden sollen. Im dichten Jungwald bedrängen sich die Bäume oft gegenseitig. Durch die gezielte Entnahme direkter Konkurrenten bekommt der Z-Baum den nötigen Freiraum, um eine kräftige Krone und ein tiefes Wurzelsystem zu entwickeln. Zudem wird mit solchen Eingriffen der Brennholzbedarf der örtlichen Bevölkerung gedeckt.
Der Einsatz eines Harvesters ist für diese Aufgaben aus mehreren Gründen die sinnvollste Wahl. Um den Waldboden bestmöglich zu schonen, bewegt sich die Maschine ausschließlich auf fest vorgegebenen Rückegassen und verteilt die anfallenden Äste als schützendes Reisigpolster vor sich auf dem Boden, um das Gewicht optimal zu verteilen und eine Verdichtung des Waldbodens zu vermeiden.
Aus Sicherheitsgründen müssen Waldwege während der Holzernte vorübergehend gesperrt werden. Das Kreisforstamt bittet um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen und appelliert an alle Waldbesuchenden, die Sperrungen zu ihrer eigenen Sicherheit strikt zu beachten und die Bereiche nicht zu betreten.
Text und Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
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