Bundesweiter Warntag am 10. September: So werden im Rhein-Neckar-Kreis die Warnsysteme getestet

Symbolfoto: Pixabay

Sirenen, Smartphones, Radio und weitere Warnwege werden für den Ernstfall erprobt

(rnk 2.9.26) Am Donnerstag, 10. September, findet wieder der bundesweite Warntag statt. Wie an jedem zweiten Donnerstag im September werden dabei die Warnsysteme für den Ernstfall getestet. Gegen 11 Uhr verschickt die Nationale Warnzentrale in Bonn eine Probewarnung über verschiedene Warnkanäle, darunter Fernsehen, Radio und Smartphones. Um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung.

Auch zahlreiche Städte und Gemeinden beteiligen sich an dem Aktionstag und überprüfen ihre örtlichen Warnmöglichkeiten. Welche Systeme dabei tatsächlich zum Einsatz kommen, entscheidet die jeweilige Kommune.

36 Kommunen können Sirenen zentral auslösen

Im Rhein-Neckar-Kreis können in 36 Städten und Gemeinden Sirenen über die Integrierte Leitstelle Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis gGmbH zentral ausgelöst werden. Darüber hinaus stehen im Kreis weitere Warnmittel zur Verfügung, darunter beispielsweise Lautsprecherfahrzeuge. Diese können im Ernstfall eingesetzt werden, um die Bevölkerung schnell zu informieren.

Wichtig: Die kommunalen Sirenen werden nicht automatisch durch die bundesweite Probewarnung aktiviert. Die jeweiligen Kommunen müssen ihre Sirenen über die dafür vorgesehenen örtlichen Wege selbst auslösen.

Warnsysteme sollen im Ernstfall schnell erreichen

Beim bundesweiten Warntag geht es nicht allein darum, die technischen Systeme und die Abläufe zu überprüfen. Die Bevölkerung soll auch mit den unterschiedlichen Warnmöglichkeiten vertraut gemacht werden. Denn wer weiß, über welche Wege Warnungen erfolgen und wie sie einzuordnen sind, kann im Ernstfall schneller und angemessen reagieren.

„Warnung kann nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn die Menschen wissen, wie sie erreicht werden und was im Ernstfall zu tun ist. Der bundesweite Warntag ist deshalb eine wichtige Gelegenheit, die verschiedenen Warnwege bekannt zu machen und die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren“, erklärt Calvin Weiß, Referatsleiter Bevölkerungsschutz des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis.

Warnmix für unterschiedliche Gefahrenlagen

Ob Brand, Bombenfund, verunreinigtes Trinkwasser oder eine andere Gefahrenlage: Eine möglichst frühzeitige Warnung und schnelle Information der Bevölkerung gehören zu den wichtigen Aufgaben der für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden. Gleichzeitig sollen Betroffene konkrete Handlungsempfehlungen erhalten.

Dafür setzen die Behörden auf einen sogenannten „Warnmix“. Unterschiedliche Warnwege sollen möglichst viele Menschen erreichen – unabhängig davon, ob sie sich gerade am Arbeitsplatz, in der Freizeit, zu Hause, im Auto oder in der Bahn befinden und welche Medien und Kommunikationswege sie nutzen.

Am Warntag ist auch die Bevölkerung selbst gefragt: Über eine Online-Umfrage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen mit der Probewarnung teilen und beispielsweise angeben, über welche Warnkanäle sie erreicht wurden. Die anonyme Umfrage ist vom 10. September, 11 Uhr, bis zum 17. September unter www.warntag-umfrage.de sowie über die Warn-App NINA erreichbar.

Alle Informationen zum bundesweiten Warntag und den eingesetzten Warnmitteln gibt es im Internet unter www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag.

Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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