Der erste Naturpark-Markt belebt die Nußlocher Dorfmitte
(ck 28.7.26) Der erste Naturpark-Markt belebt die Nußlocher Dorfmitte

Franz Josef Schoppengerd, Nußloch Intakt
Nußloch verwandelt sich in ein Schaufenster der Region: Starker Andrang, direkte Dialoge auf Augenhöhe und ein gelebtes Miteinander prägen die Marktpremiere im Ortskern.
Nußloch. Es war ein echtes Fest der Begegnung, das am vergangenen Sonntag den Nußlocher Ortskern in eine pulsierende Flaniermeile verwandelte. Unter dem einladenden Motto „Regional ist optimal!“ feierte der erste Naturpark-Markt der Gemeinde eine rundum gelungene Premiere. Schon ab 11:00 Uhr strömten die Besucher in Scharen auf den Lindenplatz und in die Sinsheimer Straße. Die spürbar herzliche Atmosphäre zeigte schnell: Die Dorfmitte wurde an diesem Tag zu einem Ort, an dem Bürgernähe und Gemeinschaft aktiv gelebt wurden. Ein großer Verdienst des Vereins „Nußloch Intakt“, der das Event in die Gemeinde geholt hatte und auch selbst mit einem eigenen, Stand direkt für die Bürger ansprechbar war.
Die offizielle Eröffnung um 13:00 Uhr unterstrich die regionale Bedeutung des Marktes. Bürgermeister Joachim Förster durfte eine stattliche Runde an Ehrengästen begrüßen, darunter Naturpark-Geschäftsführer Paul Siemes und den Ersten Landesbeamten Stefan Hildebrandt. Auch die Landespolitik zeigte durch die Abgeordneten Yannik Veits und Christiane Staab starke Präsenz. Dass ein solches Projekt vom gegenseitigen „Füreinander“ lebt, bewies zudem der Besuch von Mauers Bürgermeister Dr. Heiko Braun sowie die breite Unterstützung der Nußlocher Gemeinderäte – unter ihnen Bärbel Seemann (ListN) und Elke Menrath (Grüne). Beim anschließenden Marktrundgang der Gemeindevertreter, angeführt von Manuela König von der Naturpark-Organisation, stand vor allem das persönliche Gespräch auf Augenhöhe im Vordergrund.
Seit mehr als 30 Jahren fördert der Naturpark Neckartal-Odenwald die nachhaltige Entwicklung von Natur, Kultur und Landwirtschaft, um den besonderen Charakter der über Jahrhunderte geprägten Kulturlandschaft zu erhalten. Wie lebendig diese Philosophie ist, wurde an den rund 40 Ständen greifbar. Die Marktbesucher nutzten die Gelegenheit, den Erzeugern und Erzeugerinnen genauer über die Schulter zu schauen. Es wurde nachgefragt, zugehört und gefachsimpelt. Dieser direkte Austausch machte deutlich, wie viel Herzblut in den heimischen Waren steckt und wie wichtig es ist, die Arbeit aus der Nachbarschaft zu unterstützen.
Dass gesundes und regionales Einkaufen voll im Trend liegt, bewies die enorme Nachfrage. Die Palette reichte von frischer Wurst, Obst, Gemüse und Holzofenbrot bis hin zu erlesenen Weinen.
Neben dem kulinarischen Angebot waren es vor allem die kreativen Mitmachangebote, die den Tag zu einem Erlebnis für alle Generationen machten. Während die Jüngsten in einer mobilen Käse-Küche selbst aktiv wurden, eigenes Kräutersalz mischten oder bunte Drechselkreisel und Bastelbienen gestalteten, zog der Naturpark-Stand mit spannenden Solar-Experimenten rund um erneuerbare Energien die Blicke auf sich. Zusammen mit den Vorführungen traditioneller Handwerkskunst lieferte der Sonntag den besten Beweis: Wenn eine Region miteinander anpackt und füreinander da ist, entsteht eine lebendige Gemeinschaft, die bewegt und zusammenschweißt.
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