Energiespartipp der Gemeindeverwaltung: Alte Heiztechnik: Erneuern oder optimieren?

Das Hybridsystem mit Wärmepumpe und Gaskessel in diesem Einfamilienhaus in Heidelberg bringt eine Leistung um 18 kW und ist so eingestellt, dass die Heizleistung lediglich mit Gas ergänzt wird, falls nötig. Foto: Gemeinde Nußloch

Ein Service Ihrer Gemeinde Nußloch

(Aus dem Rathaus 20.3.26) Wenn der Schornsteinfeger dem alten Heizkessel noch gute Abgaswerte bescheinigt, bedeutet es nicht, dass die Zeit für eine Modernisierung aus energetischer Sicht fernliegt. Ein sparsames Neugerät kann gegenüber einem ineffizienten Altkessel einiges an Energie sparen. Außerdem müssen, damit die Energie- und Wärmewende gelingt, schnellstmöglich viele Gebäude zukunftsfähig aufgestellt werden. Der entscheidende Faktor dafür ist, dass die Gebäude mit erneuerbaren Energien beheizt werden können. Heizen und Warmwasser mit erneuerbaren Energien heißt für die meisten Gebäude: Anschluss an ein Wärmenetz oder eine eigene Wärmepumpe nutzen.

Wann also ist es Zeit für eine Heizungsmodernisierung?

Wenn die bestehende Heizungsanlage älter als zehn Jahre ist, sollten Sie jetzt schon über einen künftigen Austausch nachdenken, denn die Lebensdauer beträgt durchschnittlich 15-25 Jahre. Es ist ratsam, sich einen Plan zurechtzulegen, welches Heizungssystem in Zukunft das Gebäude versorgen soll. Dabei kommen meist nur zwei Möglichkeiten in Betracht.

Heiztechnik der Zukunft

Falls Fernwärme schon vorhanden ist, kann man sich einfach daran anschließen lassen. Falls noch keine Fernwärme vorhanden ist, fragen Sie bei Ihrer Kommune einmal nach, ob und wann ggf. ein solches Wärmenetz geplant ist. Viele Kommunen stellen gerade eine Wärmeplanung auf, um die Gebäude zukünftig mit erneuerbarer Fernwärme zu versorgen.
TIPP: Auch Übergangslösungen zur Überbrückung der Zeit bis zur Installation der Fernwärme werden staatlich gefördert.

Eine weitere Alternative zu den Wärmnetzen stellt die Installation einer Wärmepumpe dar.Diese nutzt Umweltwärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser. Sie hebt diese niedrigen Temperaturen unter Einsatz von Strom auf ein für die Heizung nutzbares Temperaturniveau an. Je höher sie die Temperatur anheben muss, desto mehr Strom braucht sie dafür. Deshalb soll die Vorlauftemperatur der Heizung bei 50 °C (max. 55 °C) liegen. Dafür müssen die meisten älteren Gebäude fit gemacht und gezielt auf die Nutzung erneuerbarer Energien vorbereitet werden. Je nach Zustand bedeutet das, zumindest einzelne Bauteile wie Dach, Fassade, Fenster oder Kellerdecke gut zu dämmen, nach Möglichkeit Flächenheizungen einzusetzen oder ggf. einzelne Heizkörper auszutauschen.

Zu beachten

WICHTIG: Bei einer Heizungsmodernisierung sollte unbedingt ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Dabei wird die Wärmeverteilung so optimiert, dass alle Heizkörper nur die wirklich notwendige Wärmemenge bekommen.Wer heute schon etwas tun will, kann an der bestehenden Heizung Optimierungen vornehmen. Dies betrifft die nutzeroptimierte Regelung, die Dämmung von zugänglichen Leitungen oder auch den Austausch von Heizungspumpen.

Fördermittel bis zu 70 % der Investitionskosten gibt es nicht nur für den Austausch, sondern auch 15-20 % für die Optimierung bestehender Heizungsanlagen.

Weitere Informationen über Energienutzung, Wärmeschutz oder Fördermöglichkeiten gibt es bei Ihrem KLiBA-Energieberater, Dr. Thomas Fischer – für Sie kostenfrei und unverbindlich.

Interessierte können online unter www.kliba-heidelberg.de/terminbuchung.php oder unter der Telefonnummer 06221 99875-0 (KLiBA) einen Termin vereinbaren für die nächste Beratung im Rathaus Nußloch, alle zwei Wochen dienstags zwischen 16 und 18 Uhr.

Nutzen Sie die kostenfreie Serviceleistung Ihrer Kommune!

Text und Foto: Gemeinde Nußloch

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