Erfolgreiche Jobcenter-Bilanz und klare Ziele für 2026 im Rhein-Neckar-Kreis
Rhein-Neckar-Kreis und Jobcenter setzen auf frühe Berufsorientierung und bessere Chancen für Alleinerziehende
(rnk 23.3.26) Wie junge Menschen erfolgreicher in Ausbildung gebracht und Alleinerziehende besser in den Arbeitsmarkt integriert werden können, war ein zentrales Thema in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses des Rhein-Neckar-Kreises. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse des Jobcenters für das Jahr 2025 sowie die Zielvereinbarung für 2026. Jobcenter-Geschäftsführerin Janina Jung stellte die Entwicklungen im Gremium vor.
Erfolgreiche Bilanz für 2025
Zur Veranschaulichung der Arbeit präsentierte Jung zunächst ein konkretes Fallbeispiel. Anschließend zog sie Bilanz: Sämtliche vereinbarten Ziele für das Jahr 2025 konnten erreicht werden. Besonders positiv entwickelte sich die Integration in Arbeit und Ausbildung. Insgesamt wurden 3.940 Menschen in Beschäftigung, Ausbildung oder Selbstständigkeit vermittelt. Mit einer Integrationsquote von 22,4 Prozent lag das Ergebnis über dem angestrebten Zielwert von 21 Prozent.
Auch bei der Reduzierung des langfristigen Leistungsbezugs wurden die Vorgaben erfüllt. Die Zahl de
r Langzeitleistungsbeziehenden lag im Jahresdurchschnitt bei 11.138 und damit unter der vorgesehenen Marke.
Fortschritte bei Jugendlichen und Alleinerziehenden
Die beiden kommunalen Zielsetzungen konnten ebenfalls erfolgreich umgesetzt werden. So erhielten im Ausbildungsjahr 2024/2025 rund 85,5 Prozent der betreuten Schulabgängerinnen und Schulabgänger eine Beratung – deutlich mehr als die geforderten 80 Prozent. Insgesamt wurden 716 von 838 jungen Menschen durch Berufsberatung oder Jugendberufsagentur begleitet.
Auch die Integration von Alleinerziehenden entwickelte sich positiv: Mit einer Quote von 18,4 Prozent wurde der Zielwert von mindestens 17,8 Prozent übertroffen.
Ziele für 2026 festgelegt
Der Sozialausschuss stimmte einstimmig der neuen Zielvereinbarung für 2026 zu. Inhaltlich bleiben die Schwerpunkte bestehen, die Anforderungen steigen jedoch. Weiterhin soll die frühzeitige Unterstützung junger Menschen beim Übergang in Ausbildung oder Beruf gestärkt werden. Mindestens 85 Prozent der betreuten Schulabgänger sollen eine entsprechende Beratung erhalten.
Ein weiterer Fokus liegt weiterhin auf der Integration von Alleinerziehenden. Für das kommende Jahr wurde eine Integrationsquote von mindestens 18 Prozent festgelegt. Hintergrund ist, dass mehr als jede vierte leistungsberechtigte Frau im Jobcenter alleinerziehend ist.
Bedeutung der Schwerpunkte
Janina Jung betonte die wichtige Rolle frühzeitiger Berufsorientierung und gezielter Beratung für junge Menschen. Landrat Stefan Dallinger hob hervor, dass die Förderung von Jugendlichen sowie bessere Chancen für Alleinerziehende zentrale sozialpolitische Aufgaben im Landkreis seien.
Zusätzlich stellte das Jobcenter sein Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm für 2026 vor, das als strategische Grundlage für die künftige Arbeit dient. Der Bericht wurde vom Ausschuss zur Kenntnis genommen.
Weitere Themen im Sozialausschuss
Neben dem Jobcenter standen weitere sozialpolitische Themen auf der Agenda. So informierte die Verwaltung über Maßnahmen zur Prävention häuslicher Gewalt sowie Unterstützungsangebote für Betroffene. In diesem Zusammenhang soll im Juni das Familienzentrum Rose mit Schutzwohnungen in Ilvesheim eröffnet werden.
Darüber hinaus wurden aktuelle Zahlen zur Hilfe zur Pflege vorgestellt. Diese zeigen steigende Fallzahlen und Kosten, wodurch der Bereich auch künftig eine bedeutende Rolle spielen wird.
Abschließend beschloss der Ausschuss die Verteilung von Fördermitteln im sozialen Bereich für das Jahr 2026. Insgesamt stehen rund 2,87 Millionen Euro zur Unterstützung sozialer Angebote im Rhein-Neckar-Kreis zur Verfügung. Der Beschluss wurde mehrheitlich gefasst, bei Enthaltungen der AfD-Fraktion.
Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
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