Erstuntersuchung beim Tiger-Nachwuchs im Zoo Heidelberg

“Einmal weit aufmachen bitte“ – Tierärztin Dr. Barbara Bach kontrolliert auch die Zähne der Tiger. (Foto: Zoo Heidelberg)

Erstuntersuchung der Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg

(zoo 29.1.26) Rund zwei Monate nach der Geburt der beiden Sumatra-Tiger stand im Zoo Heidelberg ein wichtiger Termin an: die tierärztliche Erstuntersuchung des Nachwuchses. Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach nahm die beiden Jungtiere genau unter die Lupe – mit erfreulichem Ergebnis. Beide Tiger sind gesund und entwickeln sich sehr gut. Auch das Geschlecht der beiden wurde festgestellt. Es sind zwei Weibchen.

Spannung im Raubtierhaus

Im Raubtierhaus ist es mucksmäuschenstill. Gebannt wartet das Team aus Tierärztin, Tierpflegern und Azubis darauf, dass der stellvertretende Revierleiter Manuel Stumpf das erste der zwei Tigerjungtiere auf den Behandlungstisch setzt. „Heute steht die große Erstuntersuchung der zwei kleinen Sumatra-Tiger an. Bislang entwickeln die beiden sich sehr gut, aber heute werden wir sie das erste Mal von Nahem durchchecken und das Geschlecht bestimmen“, so Stumpf.

Umfassender Gesundheitscheck

Während der Untersuchung verhalten sich die zwei kleinen Tiger vorbildlich. „Etwas Fauchen gehört auch dazu und ist für uns sogar nützlich. Schließlich wollen wir auch das Gebiss der Kleinen kontrollieren“, erklärt Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach. Neben den Zähnen checkt sie auch die Augen, das Herz, die Lunge, das Gewicht und natürlich das Geschlecht der rund zwei Monate alten Tiger. Auf die Verkündung von Letzterem wartet das Zoo-Team bereits gespannt. Die Tierärztin teilt der Runde mit: „Wir haben hier zwei weibliche, gesunde Sumatra-Tiger!“

Bedeutung für den Artenschutz

Der Nachwuchs wird künftig eine wichtige Rolle im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Sumatra-Tiger spielen. Diese kleinste Tigerunterart gilt als hoch bedroht. Der Bestand der Tiger ist durch Wilderei und den Verlust ihres natürlichen Lebensraums auf der indonesischen Insel Sumatra drastisch gesunken. Jeder Nachwuchs in wissenschaftlich geführten Zoos trägt daher zum langfristigen Erhalt der Population bei.

Rückkehr zur Mutter und Beobachtung

Nach der Untersuchung kehren die Jungtiere direkt zu ihrer Mutter zurück. Das Tierpflegerteam beobachtet die kleine Familie weiterhin aufmerksam, hält sich aber bewusst im Hintergrund. Besucher haben in den kommenden Wochen immer öfter die Chance, die Jungtiere zu sehen, da die Geschwister zunehmend aktiver werden.

Text und Foto: Zoo Heidelberg

nussloch-lokal.de Nussloch Lokal - Zeitung - Onlinezeitung

Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=192126

Kommentare sind deaktiviert.

Werbung

Foto-Galerie

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes