Festhallen-Erweiterung in Sandhausen setzt auf Holz und Klimaschutz

(pm 26.2.26) Mit der Sanierung und Erweiterung der Festhalle entsteht in Sandhausen ein modernes Sport- und Kulturzentrum, das konsequent auf Nachhaltigkeit setzt. Das Projekt erfüllt die Kriterien der Landeskampagne #UnserHolz – Gut fürs Klima, gut für Dich und gilt damit als beispielhaft für klimagerechtes Bauen in Baden-Württemberg.

Holz als zentrales Bauelement

Im Mittelpunkt des Konzepts steht der Baustoff Holz. Wie Bürgermeister Hakan Günes betont, sei der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen von Beginn an ein zentrales Anliegen gewesen. Der bestehende Rohbau bleibt erhalten, die Ertüchtigung und Aufstockung erfolgen in moderner Holzbauweise.

Für das erste Obergeschoss, in dem künftig unter anderem Vereinsräume untergebracht sind, ist eine leichte Holzkonstruktion vorgesehen. Geplant sind Wände in Stapelbauweise sowie eine Brettsperrholzdecke. Diese Bauweise ermöglicht eine nachhaltige und zugleich wirtschaftliche Umsetzung. Bereits im Protokoll des Realisierungswettbewerbs wurde hervorgehoben, dass das architektonische Konzept sehr gute Voraussetzungen zur Erreichung ambitionierter Klimaschutzziele bietet.

Beitrag zum Klimaschutz

Holz übernimmt dabei eine doppelte Funktion: Als natürlicher Kohlenstoffspeicher bindet es langfristig CO₂ und ersetzt gleichzeitig energieintensive Baustoffe. Vertreter des Kreisforstamts verwiesen zudem auf die nachhaltige Forstwirtschaft in der Region. Auch geschädigte oder abgestorbene Bäume könnten sinnvoll im Bauwesen eingesetzt werden, sofern sie geeignet sind.

Mehr Raum für Sport und Begegnung

Durch die Sanierung wächst die Bruttogrundfläche von bislang rund 2.615 Quadratmetern auf etwa 3.500 Quadratmeter. Neben der modernisierten Halle entstehen ergänzende Bereiche wie Foyer, Küche und Multifunktionsräume. Im zweiten Obergeschoss sind zusätzliche Vereinsräume geplant.

Ausschlaggebend für die umfassende Investition von rund 16 Millionen Euro war insbesondere der nicht mehr ausreichende Brandschutz. Ziel ist es, die Festhalle als zentralen Treffpunkt des Gemeindelebens langfristig zu sichern und zeitgemäß weiterzuentwickeln.

Hoher Anteil erneuerbarer Energien

Auch energetisch setzt das Projekt Maßstäbe: Vorgesehen ist eine Kombination aus Photovoltaikanlage und Grundwassergeothermie zur Beheizung und Kühlung des Gebäudes. Während der Anteil erneuerbarer Energien vor Projektbeginn bei etwa 30 Prozent lag, soll er nach Fertigstellung auf über 90 Prozent steigen.

Der Teilabbruch soll zeitnah beginnen, der Rohbau ist für April 2026 vorgesehen. Die Planung stammt vom Stuttgarter Büro „Drei Architekten“. Gefördert wird das Projekt vom Bund mit bis zu 5.512.500 Euro. Die Fertigstellung des neuen Sport- und Kulturzentrums ist für das Jahr 2028 geplant.

Text und Foto: Gemeinde Sandhausen
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