HEIDELBERG steigert Profitabilität deutlich und treibt strategischen Umbau voran

Ein Team der Hoifu-Gruppe rund um Chairman Ou Shun Chou (vorne, sechster von links), und HEIDELBERG u.a. mit Steven Hou, General Manager South China sowie Michael Nilges, Leiter Standort Shanghai (vorne, siebter und achter von links) treffen sich anlässlich der Abnahme der 1.000. Speedmaster CX 104 am HEIDELBERG Standort Shanghai. Foto: HEIDELBERG

Umsatz wächst trotz herausforderndem Marktumfeld

(hbd 5.2.26) Die Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 eine deutliche Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Entwicklung erzielt. Der Umsatz stieg im Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2025 auf 1.602 Millionen Euro und lag damit rund 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 1.509 Millionen Euro. Belastend wirkten sich negative Währungseffekte in Höhe von etwa 44 Millionen Euro aus. Wachstumstreiber waren vor allem das Geschäft in Europa sowie das Segment Verpackungs- und Etikettendruck. Auch im dritten Quartal setzte sich der positive Trend fort: Mit 617 Millionen Euro lag der Umsatz rund vier Prozent über dem Vergleichsquartal des Vorjahres.

Ergebnisverbesserung durch Effizienz- und Strukturmaßnahmen

Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) stieg nach neun Monaten deutlich auf 114 Millionen Euro, nach bereinigt 86 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte EBITDA-Marge erhöhte sich von 5,7 auf 7,1 Prozent. Maßgeblich für diese Entwicklung waren die im Zukunftsplan vorgesehenen Effizienz- und Personalmaßnahmen. Produktions- und Funktionskosten konnten gesenkt werden, die Personalkostenquote reduzierte sich von 39 auf 36 Prozent. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres rechnet das Unternehmen mit insgesamt niedrigeren Personalkosten als im Vorjahr.

Auftragseingang im erwarteten Rahmen

Der Auftragseingang belief sich nach neun Monaten auf 1.628 Millionen Euro und lag damit – unter Berücksichtigung des sehr starken, drupa-geprägten Vorjahres – im Rahmen der Erwartungen. Wechselkurseffekte belasteten den Auftragseingang mit rund 46 Millionen Euro. Im dritten Quartal gingen Bestellungen in Höhe von 517 Millionen Euro ein, nach 550 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Besonders positiv entwickelte sich dabei die Region Americas mit einem Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Strategische Transformation und neue Wachstumsmärkte

Unabhängig vom operativen Geschäft treibt HEIDELBERG den strategischen Umbau weiter voran. Auf Basis seiner Industrie- und Systemkompetenz erschließt das Unternehmen zusätzliche Märkte in den Bereichen Defense, Sicherheit, Energie, Ladeinfrastruktur sowie industrielle Systemlösungen. Diese Aktivitäten sind unter der HD Advanced Technologies GmbH gebündelt. Ziel ist es, langfristige Wachstumsperspektiven zu schaffen und das Geschäftsmodell breiter aufzustellen.

HEIDELBERG Technology mit moderatem Wachstum

Im Segment HEIDELBERG Technology erzielte das Unternehmen nach neun Monaten einen Umsatz von 42 Millionen Euro und lag damit leicht über dem Vorjahreswert. Auch wenn die Umsatzentwicklung aktuell noch verhalten ist, sieht das Unternehmen in den eingeleiteten Maßnahmen die Grundlage für einen deutlich stärkeren Beitrag dieses Bereichs zum Gesamtgeschäft in den kommenden Jahren.

Kerngeschäft bleibt stabiler Anker

Das Kerngeschäft entwickelte sich im Berichtszeitraum robust. Im Segment Print & Packaging Equipment stieg der Umsatz auf 804 Millionen Euro, nach 705 Millionen Euro im Vorjahr. HEIDELBERG profitierte hier insbesondere von seiner starken Marktposition im Verpackungs- und Etikettendruck. Im Segment Digital Solutions & Lifecycle, das hybride Drucklösungen sowie Software- und Serviceangebote umfasst, lag der Umsatz mit 755 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert.

Liquidität verbessert, Ergebnis nach Steuern positiv

Der Free Cashflow verbesserte sich nach drei Quartalen auf minus 81 Millionen Euro, nach minus 97 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Belastend wirkten sich weiterhin die Übernahme von Polar sowie Restrukturierungsaufwendungen aus. Das Ergebnis nach Steuern fiel hingegen deutlich besser aus und lag nach neun Monaten bei 17 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 42 Millionen Euro verzeichnet worden war.

Prognose für das Gesamtjahr bestätigt

Trotz des weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds bestätigt HEIDELBERG die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/2026. Ein stabiler Auftragsbestand, laufende Effizienzprogramme und die konsequente Umsetzung der strategischen Maßnahmen bilden die Grundlage für das Erreichen der Ziele. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 2.350 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge wird voraussichtlich im unteren Bereich der angestrebten Steigerung auf bis zu acht Prozent liegen.

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