Herbstlaub im Garten: BUND gibt Tipps für Natur- und Tierschutz

Symbolfoto: Pixabay

Laub schützt den Boden, liefert Humus und schafft Lebensräume

(bund 29.10.26) Herbstlaub ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Baustoff für einen naturnahen Garten. Es schützt Böden und Wurzeln, liefert Humus und schafft zusätzlichen Lebensraum für Igel, Insekten und Vögel. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt deshalb, möglichst viel Laub im Garten liegen zu lassen und auf den Einsatz von Laubbläsern zu verzichten.

„Lassen Sie die Finger bitte vom Laubbläser. Sie können der Natur einen viel größeren Gefallen tun, wenn Sie Laub einfach liegen lassen“, erklärt Corinna Hölzel, Gartenexpertin beim BUND.

1. Laub als Mulch nutzen

Vom Rasen sollte das Laub entfernt werden. Auf Beeten, unter Hecken und in Baumscheiben kann es dagegen liegen bleiben oder gezielt verteilt werden.

„Eine Schicht von etwa zwei bis zehn Zentimetern schützt vor Austrocknung und Erosion, hält die Bodentemperatur stabil, unterdrückt Beikräuter und versorgt Regenwürmer sowie Mikroorganismen mit Nahrung“, erklärt Hölzel.

Beim Verrotten des Laubs entstehen Humus und Nährstoffe, die Pflanzen für ihr Wachstum nutzen können. Dadurch müssen Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer weniger düngen.

Für das Mulchen empfiehlt es sich, den Boden zunächst zu lockern und von Beikrautwurzeln zu befreien. Aussaaten und junge Setzlinge sollten ausgespart werden. Besonders gut eignet sich Laub als Mulch für Stauden, Gehölze und Obstbäume.

2. Einen Laubhaufen für Igel anlegen

Igel bauen ihre Winterquartiere aus Laub, Gras und Gestrüpp. Ein großer, stabiler Laubhaufen bietet ihnen warme und trockene Verstecke. Geeignete Standorte sind beispielsweise Bereiche unter dichten Hecken oder ruhige Ecken des Gartens.

Damit der Laubhaufen stabil bleibt, kann er mit Reisig, Ästen, Steinen oder Totholz fixiert werden.

Auch Komposthaufen dienen Igeln und anderen Kleintieren häufig als Unterschlupf. Deshalb sollten sie zwischen November und März nicht umgeschichtet werden.

Darüber hinaus sollten Gärten für Igel durchgängig sein. Dafür ist beispielsweise eine Bodenfreiheit von mindestens zehn Zentimetern am Zaun geeignet. Alternativ können Öffnungen von mindestens zehn mal zehn Zentimetern geschaffen werden.

3. Laub als Lebensraum für Vögel, Insekten und andere Tiere erhalten

Laub bietet vielen tierischen Gartenbewohnern Nahrung und Schutz. Besonders in der kalten Jahreszeit kann es für sie überlebenswichtig sein.

„Für Vögel, Insekten und andere tierische Gartenbewohner ist Laub vor allem bei Kälte überlebenswichtig. Sie helfen den Tieren, indem Sie das Laub auch hier einfach liegen lassen“, erklärt Hölzel.

Frösche und Kröten verstecken sich im Winter in Laubhaufen. Vögel finden zwischen den Blättern Nahrung, während Marienkäfer dort überwintern.

Wer zusätzlich die Artenvielfalt im Garten fördern möchte, kann Äste und Zweige zu einem Reisighaufen, einer Käferburg oder einer Benjeshecke stapeln. Anschließend lässt sich darauf weiteres Laub schichten. Auf diese Weise entstehen zusätzliche Rückzugsorte für Tiere.

Überschüssiges Laub auf den Kompost geben

Wenn nach dem Mulchen und dem Anlegen von Laubhaufen noch Laub übrig ist, kann es auf den Kompost gegeben werden. Laub eignet sich zur Humusbildung. Der entstandene Humus kann im Frühjahr auf den Beeten verteilt werden und dem Boden Nährstoffe zuführen.

nussloch-lokal.de Nussloch Lokal - Zeitung - Onlinezeitung

Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=198569

Kommentare sind deaktiviert.

Werbung

Foto-Galerie

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes