Hochkarätiger Gipfel zur mentalen Gesundheit: Manne Lucha und Yannick Veits im Austausch mit Experten in Wiesloch
Hochkarätiger Austausch zur mentalen Gesundheit in Wiesloch
(pm 27.2.26) Auf Einladung des grünen Landtagskandidaten Yannick Veits war der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha in der Region zu Gast. Gemeinsam mit Fachleuten diskutierte er zentrale Zukunftsfragen der sozialpsychiatrischen Versorgung, Strategien gegen Einsamkeit sowie Wege zur nachhaltigen Stärkung der mentalen Gesundheit.
Lucha betonte, dass insbesondere die wachsende Einsamkeit bei jungen Menschen und älteren Bürgerinnen und Bürgern entschlossenes politisches Handeln verlange. Grundlage der Gespräche war unter anderem die Studie „Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Baden-Württemberg 2025“ der Bertelsmann Stiftung, die aktuelle Entwicklungen im Land beleuchtet.
Wiesloch als Kompetenzstandort
Veits hob die besondere Rolle Wieslochs hervor. Mit dem Psychiatrisches Zentrum Nordbaden (PZN), dem SPHV Wiesloch sowie weiteren Einrichtungen verfüge die Stadt über eine außergewöhnliche fachliche Dichte im Bereich der Sozialpsychiatrie. Gerade die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) sei für die ambulante Nachsorge unverzichtbar. Ohne diese Strukturen stünde die Region vor erheblichen Herausforderungen.
Finanzierung und Bürokratie im Fokus
Im Austausch mit Expertinnen und Experten – darunter Dr. Jochen Gebhardt (Chefarzt Alterspsychiatrie), Marcella Fandry (pädagogische Leitung für junge Erwachsene mit psychischen Erkrankungen) und Regina Wolf (Vorsitzende Stadtseniorenrat) – wurden auch strukturelle Probleme offen angesprochen.
Ein zentrales Thema war die langfristige finanzielle Absicherung sozialpsychiatrischer Angebote. Diskutiert wurden unter anderem Mittel für die kommunale Eingliederungshilfe, um die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen dauerhaft zu sichern.
Zugleich forderten die Beteiligten einen Abbau bürokratischer Hürden. Dr. Christoph Klotz vom SPHV Wiesloch verwies darauf, dass der Personalzuwachs vor allem im Verwaltungsbereich stattgefunden habe. Notwendig seien stattdessen mehr Vertrauen, klarere Zuständigkeiten und weniger Detailregulierung, damit Fachkräfte mehr Zeit für die direkte Arbeit mit Patientinnen und Patienten hätten.
Enge Verzahnung von Land und Region
Zum Abschluss dankte Veits dem Minister für den Besuch und den offenen Dialog. Der Austausch habe gezeigt, wie wichtig die enge Verbindung zwischen Landespolitik und regionalen Akteuren sei, um die soziale Infrastruktur vor Ort nachhaltig zu stärken und zukunftsfest aufzustellen.
Text: Yannick Veits / Pressemitteilung
Foto: Peter Neubauer
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