Kellerdeckendämmung verbessert Wohnkomfort

Architekt und Energieberater Bernd Nowoczyn hat sein Haus – Alt und Neubau – in einer „Gebäudehülle“ energetisch umfassend modernisiert, inklusive Gewölbekeller mit den 10 cm starken Mineralfaserplatten- Foto: Gemeinde Nußloch
Energiespartipp: Schluss mit kalten Füßen
(Aus dem Rathaus 6.3.26) In vielen älteren Häusern mit unbeheiztem Keller sind kalte Füße im Erdgeschoss keine Seltenheit. Ursache ist häufig eine fehlende Dämmung der Kellerdecke. Durch eine nachträgliche Dämmung lässt sich der Wohnkomfort jedoch deutlich verbessern. Gleichzeitig handelt es sich um eine vergleichsweise schnelle und kostengünstige Maßnahme zum Energiesparen.
Darauf weist die KLiBA Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg – Rhein-Neckar-Kreis gGmbH hin. „Ist die Decke eines unbeheizten Kellers nicht gedämmt, gibt das Erdgeschoss permanent Wärme über den Fußboden ab. Das führt zu höheren Heizkosten und kalten Böden“, erklärt Energieberater Uwe Jung. Je nach Gebäude könnten Haushalte durch eine Dämmung der Kellerdecke insgesamt rund fünf bis sieben Prozent Energie einsparen.
Freiwillige Maßnahme mit großer Wirkung
Trotz der Vorteile verzichten viele Hausbesitzende auf diese Maßnahme. Anders als die Dämmung der obersten Geschossdecke ist die Kellerdeckendämmung gesetzlich nicht vorgeschrieben. Dennoch kann sie einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung des Wohnklimas leisten.
Gleichzeitig kann die Maßnahme teilweise zur Erfüllung des in Baden-Württemberg geltenden Erneuerbare-Wärme-Gesetzes beitragen. Dieses verpflichtet Eigentümerinnen und Eigentümer, beim Austausch der Heizungsanlage mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien zu nutzen. Alternativ können bestimmte Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle angerechnet werden – darunter auch die Dämmung der Kellerdecke.
Zuschüsse und fachliche Beratung
Um eine effektive Dämmwirkung zu erreichen, sollte das verwendete Material eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Dadurch kann die Dämmung auch bei begrenzter Deckenhöhe im Keller ausreichend wirken. Für die Umsetzung können Hausbesitzende zudem staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen. Möglich sind Zuschüsse von etwa 15 bis 20 Prozent der Investitionskosten.
Kostenfreie Beratung im Rathaus Nußloch
Zu Fragen rund um Kellerdämmung, Energieeinsparung und Fördermöglichkeiten bietet die KLiBA unabhängige Beratungen an. Ansprechpartner ist Energieberater Dr. Thomas Fischer.
Interessierte können online einen Termin vereinbaren oder telefonisch unter 06221 99875-0 Kontakt aufnehmen. Die Beratung findet im Rathaus von Nußloch alle zwei Wochen dienstags zwischen 16 und 18 Uhr statt und ist kostenfrei sowie unverbindlich.
Die Gemeinde lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, dieses Serviceangebot zu nutzen.
Text und Foto: Gemeinde Nußloch
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