Krieg im Nahen Osten lässt Kraftstoffpreise weiter kräftig steigen

Kraftstoffpreise springen stark nach oben – Diesel im Wochenvergleich fast 18 Cent teurer – Benzinpreis steigt um gut zwölf Cent. Grafik: ADAC / Pressemitteilung

Diesel verteuert sich besonders stark

(adac 4.3.26) Die Eskalation im Iran und in der Golfregion hat die Spritpreise in Deutschland deutlich nach oben schnellen lassen. Nach Angaben des ADAC kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt aktuell 1,897 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 12,1 Cent im Vergleich zur Vorwoche.

Noch stärker fiel der Preissprung beim Diesel aus: Ein Liter liegt im Mittel bei 1,917 Euro – ein Plus von 17,7 Cent binnen Wochenfrist. Vergleichbare Preissteigerungen hatte es zuletzt vor rund vier Jahren im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine gegeben. Die genannten Werte beziehen sich auf den Tagesdurchschnitt vom Dienstag, 3. März.

Ölpreis zieht deutlich an

Hintergrund der Entwicklung ist die angespannte Lage im Nahen Osten. Insbesondere die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran wirkt sich massiv auf den Ölmarkt aus. Über diese Route wird rund ein Fünftel der weltweit gehandelten Ölmengen transportiert.

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ist innerhalb einer Woche von 71 auf etwa 82 US-Dollar gestiegen. Diese Verteuerung schlägt sich zeitnah auch an den Tankstellen nieder.

Zwei-Euro-Marke bei Diesel zeitweise überschritten

Im Tagesverlauf zeigte sich bereits, dass der durchschnittliche Dieselpreis zeitweise die Marke von zwei Euro pro Liter überschritten hat. Auch der heutige Tagesdurchschnitt könnte oberhalb dieser Schwelle liegen.

Diesel reagiert auf geopolitische Krisen und Versorgungsengpässe häufig sensibler als Benzin. Zusätzlich wirkt sich aus, dass Flüssiggaslieferungen aus Katar derzeit eingeschränkt sind. Da Diesel in Teilen der Industrie und Energieerzeugung als Ersatz für Erdgas genutzt werden kann, steigt die Nachfrage entsprechend.

Der Benzinpreis entwickelt sich etwas moderater, da die Nachfrage im Verkehrssektor vergleichsweise konstant bleibt. Dennoch wird auch hier der Preis maßgeblich durch die Rohölnotierungen beeinflusst. Zudem ist Deutschland in stärkerem Maße auf den Import von fertigem Diesel angewiesen als bei Benzin.

ADAC rät zu bewusstem Tanken

Unabhängig von der aktuellen Marktlage empfiehlt der ADAC, möglichst in den Abendstunden zu tanken, da die Preise morgens in der Regel höher liegen. Wer sparen möchte, sollte zudem die Preise verschiedener Anbieter vergleichen. Dabei hilft die App „ADAC Drive“, die aktuelle Kraftstoffpreise von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland anzeigt.

Text und Foto: ADAC / Pressemitteilung

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