Lebensmittelverschwendung vermeiden: Das „A.V.R.“ der AVR Kommunal
Lebensmittelverschwendung vermeiden: Das „A.V.R.“ der AVR Kommunal
(avr 19.9.26) Anlässlich des „Internationalen Tages gegen Lebensmittelverschwendung“ am 29. September 2026 informiert die AVR Kommunal über einen nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln. In Deutschland werden jährlich rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.
A wie Ablaufdatum
Beim Ablaufdatum, auch Verbrauchsdatum genannt, ist Vorsicht geboten: Anders als beim Mindesthaltbarkeitsdatum gibt das Ablaufdatum den Tag an, bis zu dem ein Produkt spätestens verbraucht werden sollte.
Lebensmittel können bis zu diesem Datum gegessen werden, wenn sie bei der angegebenen Temperatur aufbewahrt wurden. Ein Verbrauchsdatum findet sich bei leicht verderblichen Produkten wie Fisch, Fleisch oder bereits geschnittenem Salat.
Deshalb sollte nur so viel eingekauft werden, wie im vorgesehenen Zeitraum tatsächlich verzehrt werden kann. Wer Lebensmittel ohnehin am selben oder am folgenden Tag verbrauchen möchte, kann gezielt zu Produkten mit kurzem Mindesthaltbarkeits- oder Ablaufdatum greifen.
V wie Verpackungen vermeiden
Bereits beim Einkauf lässt sich Verpackungsabfall reduzieren. Wenn Lebensmittel auch unverpackt erhältlich sind, kann auf mehrfach verpackte Produkte verzichtet werden. Für den Transport eignen sich Stofftaschen, Körbe oder Rucksäcke.
Auch für Obst und Gemüse sind Plastiktüten nicht unbedingt notwendig, da die natürliche Schale bereits Schutz bietet. Eine weitere Möglichkeit ist, eigene Behälter mitzubringen. Verschiedene Produkte können teilweise direkt in Mehrwegbehälter gefüllt werden, darunter Reis und Nudeln, Eier, Milchprodukte, Wurst, Süßwaren, Kräuter oder Kaffee.
R wie Reste verwerten
Aus übrig gebliebenen Lebensmitteln lassen sich häufig neue Gerichte zubereiten. Aus Reis und einem übrig gebliebenen Steak kann beispielsweise am nächsten Tag eine Reispfanne entstehen. Tomatensuppe kann als Grundlage für eine Bolognese dienen.
Auch verschiedene Reste lassen sich miteinander kombinieren. Aus Kartoffeln, Nudelsalat und Käse kann beispielsweise eine gemeinsame „Reste-Party“ werden, bei der mit Freunden aus den vorhandenen Lebensmitteln neue Gerichte entstehen.
Wer lieber auswärts isst, kann ebenfalls Lebensmittel retten. Ist der Teller nach dem Restaurantbesuch noch halb voll, können die Reste mit nach Hause genommen und am nächsten Tag gegessen werden. Dafür kann ein eigenes Behältnis mitgebracht werden.
Weitere Möglichkeiten gegen Lebensmittelverschwendung
Weitere Möglichkeiten für einen nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln sind die richtige Lagerung, Foodsharing-Angebote und eine Einkaufsliste, mit der gezielt nur das eingekauft wird, was tatsächlich benötigt wird.
Auch Regionalität und Saisonalität spielen eine Rolle, da der Transport von Lebensmitteln über große Entfernungen ebenfalls mit der Verschwendung von Lebensmitteln verbunden ist.
Rund 60 Prozent der Abfälle entstehen in Privathaushalten
In Deutschland landen jährlich rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Rund 60 Prozent der Lebensmittelabfälle entstehen in privaten Haushalten. Pro Person und Jahr werden dort etwa 74,5 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen.
Die Ursachen sind vielfältig. In Privathaushalten zählen falsch geplante Einkäufe und Missverständnisse beim Mindesthaltbarkeitsdatum zu den Gründen.
In der Gastronomie spielen unter anderem schwankende Nachfrage und Portionsgrößen eine Rolle. Im Handel werden zudem optisch unansehnliche oder nicht vermarktbare Lebensmittel aussortiert.
Quelle: AVR
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