NABU warnt am Tag der Wildbiene vor weiterem Artenrückgang

(nabu 21.5.26) Zum Tag der Wildbiene macht der NABU auf die zunehmende Gefährdung heimischer Wildbienenarten aufmerksam. Nach Angaben des Naturschutzverbandes befinden sich viele Bestände weiterhin im starken Rückgang.

In Deutschland gibt es rund 604 Wildbienenarten. Dazu zählen auch Hummeln. Jede Art besitzt eigene Besonderheiten und unterschiedliche Lebensweisen.

Verlust von Lebensräumen als großes Problem

Als eine der Hauptursachen für das Artensterben nennt der NABU den Verlust geeigneter Lebensräume – unter anderem durch intensive Landwirtschaft und den Rückgang natürlicher Pflanzenvielfalt.

Viele Wildbienenarten sind auf ganz bestimmte Pflanzen spezialisiert. Verschwinden diese aus der Landschaft, verlieren die Tiere ihre Nahrungsgrundlage und können langfristig nicht überleben.

Wildbienen wichtig für Bestäubung

Wildbienen leisten einen wichtigen Beitrag für Natur und Landwirtschaft. Sie bestäuben zahlreiche Pflanzen und tragen damit auch zur Lebensmittelproduktion bei.

Der NABU weist darauf hin, dass in einigen Regionen der Welt, in denen Bestäuber stark zurückgegangen sind, Obstbäume bereits teilweise von Hand bestäubt werden müssen.

So kann jeder Wildbienen unterstützen

Der Naturschutzbund gibt außerdem Tipps, wie Menschen selbst zum Schutz der Wildbienen beitragen können.

Dazu gehören unter anderem:

  • Nisthilfen, Totholz oder offene Bodenstellen im Garten schaffen
  • heimische Pflanzen und naturnahe Gärten fördern
  • möglichst Lebensmittel aus ökologischem Anbau kaufen
  • auf pestizidarme Produkte achten

Nach Angaben des NABU können bereits kleine Maßnahmen helfen, Lebensräume und Nahrungsquellen für Wildbienen zu erhalten.

Text und Foto: NABU

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