NABU zieht positive Bilanz: Renaturierung und Mitgliederwachstum

Wiederhergestellte Natur kommt allen zugute

(nabu 19.8.26) Der NABU blickt in seinem Jahresbericht auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Neben Erfolgen bei der Renaturierung von Flüssen und Mooren beschäftigt den Naturschutzverband auch der zunehmende Widerstand gegen das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. Gleichzeitig konnte der NABU erneut ein Mitgliederwachstum verzeichnen.

Natur wiederherzustellen hilft auch den Menschen

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger sieht die geplante EU-Wiederherstellungsverordnung als wichtigen Schritt für Natur und Gesellschaft.

„Sorgen macht uns der Widerstand gegen das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur“, erklärt Krüger. Die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme komme nicht nur der Natur zugute, sondern sichere auch die natürlichen Lebensgrundlagen und die wirtschaftliche Zukunft.

Nach Angaben des NABU hängen rund 50 Prozent der Wirtschaftsleistung direkt von der Natur ab. Intakte Ökosysteme können zudem die regionale Wertschöpfung stärken und für stabile Ernten sorgen. Dazu tragen unter anderem funktionierende Landschaftswasserhaushalte, gesunde Böden und stabile Wälder bei.

Erfolgreiche Renaturierung an der Unteren Havel

Welche positiven Auswirkungen die Wiederherstellung von Natur haben kann, zeigt nach Angaben des NABU die Renaturierung an der Unteren Havel. Dort arbeitet der Verband seit 20 Jahren daran, die zuvor begradigte Wasserstraße wieder in ein stabiles Flussökosystem zu verwandeln.

In den renaturierten Bereichen haben sich inzwischen wieder seltene Vögel, Pflanzen und Insekten angesiedelt. Die wiederhergestellte Flussaue dient zudem als Wasserspeicher, kann dadurch Trockenperioden abmildern und zum Hochwasserschutz beitragen. Auch der Tourismus in der Region profitiert von der Entwicklung.

Moore als Beitrag zum Klimaschutz

Auch bei der Wiederherstellung von Mooren sieht der NABU Fortschritte. Als Beispiel nennt der Verband das Ahlen-Falkenberger Moor in Niedersachsen.

Durch die Wiedervernässung soll das Moor zu einem wichtigen Baustein für den Klimaschutz werden. Intakte Moore können große Mengen Kohlenstoff speichern.

Krüger hebt außerdem die Unterstützung durch Unternehmen hervor, die in den NABU-Klimafonds investieren und damit Moorrenaturierungen ermöglichen. Dies zeige, dass gemeinsam viel für den Naturschutz erreicht werden könne.

Mehr als 893.000 Mitglieder

Auch die Mitgliederentwicklung des NABU und seines bayerischen Partners, des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV), verlief 2025 positiv.

Zum 31. Dezember 2025 zählten beide Verbände zusammen mehr als 893.000 Mitglieder sowie 87.390 Fördernde. Mit rund 2.000 Gruppen sind NABU und LBV in allen Bundesländern aktiv.

Die Einnahmen des NABU aus Mitgliedsbeiträgen stiegen um 1,8 Millionen Euro auf 37,6 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 35,8 Millionen Euro. Grund für den Anstieg waren unter anderem rund 20.000 zusätzliche Mitglieder beim NABU ohne LBV sowie ein höherer durchschnittlicher Mitgliedsbeitrag.

Viele Mitglieder unterstützten die Naturschutzarbeit des Verbands dabei mit einem Beitrag, der über dem regulären Satz liegt.

Mehr als 75.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich

Auch das ehrenamtliche Engagement bleibt ein wichtiger Bestandteil der Naturschutzarbeit. Deutschlandweit waren 2025 mehr als 75.000 Ehrenamtliche für den Schutz von Natur und Klima aktiv.

Jahresbericht 2025 zum Download: www.NABU.de/jahresbericht

Quelle: NABU

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