Ob Schoko, Nest oder Eierfarbe: Ostern geht auch nachhaltig
Nachhaltiges Osterfest spart Geld und Müll
Ostern steht für Neubeginn – und bietet die Chance, bewusster mit Ressourcen umzugehen. Für alle, die feiern, lässt sich das Fest mit natürlichen Materialien und wiederverwendbaren Alternativen nachhaltig gestalten: Das spart Geld und Müll. Luise Körner, Chemie-Expertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), erklärt, wie Ihr Osterfest umweltfreundlich werden kann.
Osternester und -körbe selber machen
Luise Körner: „Sie können die Ostereier-Suche ohne großen Aufwand nachhaltig gestalten. Nutzen Sie dafür, was Sie bereits in Ihrem Haushalt vorfinden: Zum Beispiel wiederverwendbare Körbchen aus Naturmaterialien. So müssen Sie nicht jedes Jahr aufs Neue fertige Körbchen im Einzelhandel kaufen. Auch alte Eier- oder Pappkartons lassen sich mit dekorativer Bemalung zu Nestern upcyceln.“
Als Füllmaterial eignet sich Heu besonders gut. Verwenden Sie für das Polstern der Osternester jedoch kein Moos oder ausgegrabene Wiesenstücke. Lassen Sie diese Materialien in der Natur, denn sie dienen vielen Tieren als Lebensraum.
Eine andere kreative Idee: Säen Sie einige Tage vor Ostern Kresse oder Weizengras in eine Schale – so entsteht ein lebendiges, essbares Osternest ganz ohne Plastik.
Ostereier-Suche mit Rücksicht auf die Natur
Körner: „Denken Sie an die Natur und verstecken Sie die Eier im Garten oder im Park so, dass keine empfindlichen Flächen betreten werden müssen. Schauen Sie am Ende der Ostereier-Suche, ob alle Nester gefunden wurden, damit kein Müll zurückbleibt.“
Entsorgen Sie den Müll nach dem Auspacken der Eier richtig. Die Aluminiumfolie von Schokohasen und -eiern gehört in die Gelbe Tonne, ebenso wie Folienverpackungen für Osterpralinen. Bedruckte Verpackungen aus unbeschichtetem Papier gehören ins Altpapier.
Oster-Deko zu Hause mit nachhaltigen Materialen
„Bei der Dekoration gilt: Weniger Plastik, mehr Natur! Statt künstlichem Ostergras sorgen Zweige, pestizidfreie und saisonale Schnittblumen oder wiederverwendbare Holzeier für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Auch alte Materialien lassen sich kreativ einsetzen – Sie können zum Beispiel bunte Girlanden aus verknoteten Stoffresten basteln“, erklärt Körner. „Setzen Sie auf langlebige oder selbstgemachte Deko und vermeiden Sie so unnötigen Abfall.“
Ostereier selber färben mit Naturfarben
Ein Klassiker zu Ostern ist das Eierfärben. Das gelingt auch einfach mit Zutaten aus dem Haushalt. So vermeiden Sie künstliche Farbstoffe, die Gesundheit oder Umwelt belasten können. Und so geht es:
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Sie benötigen dafür einen Topf, etwas Essig, am besten Bio-Eier aus Mobilställen mit dem Stempelcode 0.
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Entscheiden Sie sich für Materialen und Farbe: Für Gelb eignen sich Kurkuma, Johanniskraut oder Birkenblätter. Für Grün können Spinat, Brennnesseln oder Petersilie verwendet werden. Für Braun bieten sich Zwiebelschalen, Kaffee oder Schwarztee an. Für Blau- bis Violetttöne nutzen Sie getrocknete Heidelbeeren, Holunderbeeren oder Rotkohl; auf Eiern mit weißer Schale werden die Farben besonders intensiv.
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Kochen Sie für den Farbsud jeweils eine große Handvoll der pflanzlichen Zutaten in einem Liter Wasser 30 bis 45 Minuten aus, seihen Sie den Sud ab und geben Sie einen Schuss Essig hinzu, damit die Farben besser haften und brillanter wirken. Anschließend legen Sie die zuvor hart gekochten Eier in den Sud und lassen sie ziehen, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.
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