Pilzsaison im Rhein-Neckar-Kreis: Steinpilz, Krause Glucke und Co. locken in den Wald
In den Wäldern des Rhein-Neckar-Kreises beginnt die Pilzsaison
(rnk 5.9.26) Im Spätsommer und Herbst beginnt für viele Pilzliebhaberinnen und Pilzliebhaber die schönste Zeit des Jahres: die Pilzsaison. Nach einer längeren Trockenphase haben die jüngsten Regenfälle die Bedingungen für das Pilzwachstum verbessert. Denn Pilze benötigen ausreichend Feuchtigkeit im Boden und in der Luft, um gut wachsen zu können.
Beliebte Speisepilze und ihre Lebensräume
Zu den Speisepilzen, die in den Wäldern der Region gesammelt werden können, zählen verschiedene Steinpilzarten, Maronen-Röhrlinge, Krause Glucken, Birkenpilze, Rotkappen und Austernseitlinge. Auch der Parasol, der zu den Riesen-Schirmlingen gehört, ist bei vielen Pilzsammlerinnen und -sammlern beliebt. Pfifferlinge kommen dagegen in der Region nur an einigen Stellen vor.
Hilfreich bei der Pilzsuche sind Kenntnisse über die verschiedenen Baumarten. Viele Pilzarten leben in Symbiose mit bestimmten Bäumen. Der Austausch findet an den Feinwurzeln statt: Der Pilz unterstützt den Baum bei der Wasseraufnahme und erhält im Gegenzug Nährstoffe, die der Baum durch die Photosynthese gewinnt.
Nur sammeln, was sicher erkannt wird
Nicht jeder Pilz, der im Wald oder auf einer Wiese wächst, ist essbar. Immer wieder kommt es zu Verwechslungen, die schwerwiegende oder sogar tödliche Folgen haben können. Deshalb gilt beim Sammeln der Grundsatz: Nur Pilze mitnehmen, die zweifelsfrei bekannt sind.
Wer dennoch einmal einen bislang unbekannten Speisepilz ausprobieren möchte, sollte sich zuvor von einem Pilzexperten beraten lassen. Kontakte zu örtlichen Pilzsachverständigen sind auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. zu finden.
Schutzbestimmungen beachten
Beim Pilzesammeln sind außerdem naturschutzrechtliche Vorgaben zu berücksichtigen. Einige Pilzarten stehen unter besonderem Schutz. Für bestimmte Arten wie Steinpilze, Pfifferlinge, Birkenpilze und Rotkappen gibt es jedoch eine Ausnahme: Sie dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.
Grundsätzlich sollte bei der Pilzsuche Rücksicht auf andere Pilze, Tiere und Pflanzen genommen werden. Besonders junge Pilze, die gerade erst aus dem Boden kommen, sollten stehen bleiben. So können sie ihre Sporen noch verbreiten und zur Vermehrung beitragen. Auch das gehört zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Nutzung der Natur.
Vorgaben wegen der Afrikanischen Schweinepest
Wer zum Pilzesammeln in den Wald geht, muss zudem die weiterhin geltenden Regelungen im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beachten. Je nach Gebiet können unterschiedliche Vorgaben gelten. Informationen zu den aktuell gültigen Regelungen und den ausgewiesenen Zonen gibt es auf der ASP-Sonderseite des Rhein-Neckar-Kreises unter www.rhein-neckar-kreis.de/asp.
Außerdem darf der Wald zur Pilzsuche nicht mit dem Auto befahren werden. Kraftfahrzeuge können an den offiziellen Waldparkplätzen abgestellt werde
Weitere Informationen
Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung: Giftinformationszentrum Freiburg, Telefon 0761 19240. Bei schweren oder lebensbedrohlichen Symptomen: Notruf 112, Pilzsachverständige finden: www.dgfm-ev.de/service/pilzsachverstaendige
Text und Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=197608



























