Rhein-Neckar-Kreis erweitert Netz der Notfalltreffpunkte

Bürgermeister Werner Braun (links) nimmt von Stefanie Heck, Kreisbrandmeisterin sowie Leiterin des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz des Rhein-Neckar-Kreises, die Ausstattung für den Notfalltreffpunkt der Gemeinde Spechbach entgegen. Die Übergabe erfolgte im Materiallager des Landratsamts in Neidenstein. Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Unterstützung für Städte und Gemeinden

(rnk 30.6.26) Um Städte und Gemeinden auf mögliche Krisensituationen besser vorzubereiten, hat das Amt für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz des Rhein-Neckar-Kreises weitere Musterausstattungssets für Notfalltreffpunkte an 14 Kommunen ausgegeben.

Die Ausstattung wurde vom Land Baden-Württemberg finanziert und beschafft. Die Verteilung an die Städte und Gemeinden erfolgte über die Landratsämter. Zu den Bestandteilen der Sets gehören unter anderem Megafone, Funkgeräte, Scheinwerfer, Akkus sowie Notstromaggregate. Damit können die Notfalltreffpunkte bei Bedarf zuverlässig betrieben werden.

Anlaufstellen für den Ernstfall

Notfalltreffpunkte spielen eine wichtige Rolle in besonderen Gefahren- und Krisenlagen. Sie dienen als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung, wenn beispielsweise Stromversorgung, Telefonie oder Internet über einen längeren Zeitraum ausfallen.

An den Treffpunkten können Notfälle gemeldet werden, falls keine Kommunikationsmittel mehr zur Verfügung stehen. Zudem erhalten Bürgerinnen und Bürger dort aktuelle Informationen zur Lage, Erste Hilfe und bei Bedarf weitere Unterstützung. Auch Hilfsangebote aus der Bevölkerung können von dort aus koordiniert werden.

Stefanie Heck, Kreisbrandmeisterin und Leiterin des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, betont die Bedeutung der Maßnahme. Die Notfalltreffpunkte seien ein wichtiger Bestandteil der gemeinsamen Krisenvorsorge. Mit jeder weiteren ausgestatteten Kommune werde die Handlungsfähigkeit vor Ort gestärkt und die Widerstandsfähigkeit des Landkreises erhöht. Gerade in Krisensituationen sei es wichtig, dass die Bevölkerung wisse, wo sie Hilfe und Informationen erhalten könne.

Immer mehr Kommunen beteiligt

Bereits im vergangenen Jahr wurden 25 Städte und Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis mit entsprechenden Ausstattungssets versorgt. Durch die aktuelle Ausgabe kommen nun weitere 14 Kommunen hinzu.

Damit verfügen künftig mehr als zwei Drittel der Städte und Gemeinden im Landkreis über die notwendige Ausstattung für einen Notfalltreffpunkt. Das Netz der Anlaufstellen wird damit kontinuierlich ausgebaut.

Folgende Kommunen erhielten am 18. Juni ein Musterausstattungsset:

  • Eberbach
  • Epfenbach
  • Heddesbach
  • Hirschberg an der Bergstraße
  • Rauenberg
  • Reilingen
  • Sandhausen
  • Schönbrunn
  • Sinsheim
  • Spechbach
  • St. Leon-Rot
  • Walldorf
  • Weinheim
  • Wiesloch

Eigene Vorsorge bleibt wichtig

Neben den Maßnahmen von Land, Landkreis und Kommunen bleibt auch die persönliche Vorsorge ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes.

Schon einfache Vorbereitungen können im Ernstfall hilfreich sein. Dazu zählen beispielsweise ein Vorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser sowie die Kenntnis des nächstgelegenen Notfalltreffpunkts.

Weitere Informationen zu den Notfalltreffpunkten in Baden-Württemberg gibt es unter www.notfalltreffpunkt-bw.de. Hinweise zur privaten Krisenvorsorge bietet zudem der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Text und Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

nussloch-lokal.de Nussloch Lokal - Zeitung - Onlinezeitung

Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=196229

Kommentare sind deaktiviert.

Werbung

Foto-Galerie

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes