Straßenmeistereien starten mit der Gehölzpflege im Rhein-Neckar-Kreis

Gehölzbagger im Einsatz: Die drei Straßenmeistereien im Rhein-Neckar-Kreis schneiden die Gehölze entlang von Bunds-, Landes- und Kreisstraßen im Rhein-Neckar-Kreis zurück.

Verkehrssicherheit und Naturschutz stehen im Mittelpunkt

(rnk 17.10.26) Die drei Straßenmeistereien des Rhein-Neckar-Kreises haben mit der jährlichen Gehölzpflege entlang der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen begonnen. Während der Herbst- und Wintermonate werden Bäume, Hecken und Sträucher kontrolliert und bei Bedarf gepflegt oder entfernt. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und zugleich wertvolle Lebensräume zu erhalten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Zustand der Gehölze. Gerade nach einem heißen und trockenen Sommer können Schäden an Bäumen und Sträuchern auftreten, die mitunter erst zeitverzögert sichtbar werden. Deshalb finden jährlich Baumschauen sowohl im belaubten als auch im unbelaubten Zustand statt. Dabei wird geprüft, welche Gehölze geschädigt sind und wo Handlungsbedarf besteht.

Entfernt werden ausschließlich bereits abgestorbene oder deutlich geschädigte Gehölze sowie Bäume und Sträucher, von denen eine Gefahr für die Verkehrssicherheit ausgeht.

Gehölze erfüllen wichtige Schutzfunktionen

Bäume, Hecken und Sträucher entlang der Straßen erfüllen sowohl ökologische als auch verkehrliche Aufgaben. „Die Gehölze am Straßenrand erfüllen wichtige Funktionen“, erläutert Matthias Knörzer, Betriebsdienstleiter der drei Straßenmeistereien im Rhein-Neckar-Kreis.

Sie dienen unter anderem als Sicht-, Blend- und Windschutz und tragen zur Sicherung von Straßenböschungen bei. Darüber hinaus haben sie eine gestalterische Bedeutung. „Darüber hinaus haben die Gehölze auch eine wichtige gestalterische Funktion, um beispielsweise eine neue Straße landschaftsgerecht in die Region einzubinden“, so Knörzer.

Wichtige Lebensräume für Tiere

Die Gehölzstreifen entlang der Straßen sind zudem wichtige Bestandteile der Biotopvernetzung. Sie bieten Vögeln, Kleinsäugern und Amphibien Lebensraum und tragen dazu bei, natürliche Lebensräume miteinander zu verbinden.

Bei der Pflege geht es deshalb nicht darum, das Straßenbegleitgrün möglichst stark zurückzuschneiden. Vielmehr sollen die Gehölzbestände langfristig erhalten und gleichzeitig mögliche Gefahren für den Straßenverkehr beseitigt werden.

Unterschiedliche Geräte kommen zum Einsatz

Für die Gehölzpflege nutzen die Straßenmeistereien verschiedene Geräte. In den meisten Fällen kommt ein sogenannter Gehölzbagger zum Einsatz, der das zu entfernende Material greift und abschneidet. Bei größeren Bäumen kann ein Fällkran verwendet werden. Kleinere Eingriffe werden mit der Motorsäge durchgeführt.

Das anfallende Material wird anschließend gehäckselt und als Hackschnitzel vermarktet.

Das Bundesnaturschutzgesetz begrenzt umfangreichere Gehölzarbeiten auf den Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende Februar des Folgejahres.

Verkehrsteilnehmende müssen mit Behinderungen rechnen

Während der Arbeiten kann es auf den betroffenen Straßen zu Verkehrsbehinderungen kommen. Je nach Situation werden Baustellenampeln eingesetzt; vorübergehende Sperrungen sind ebenfalls möglich.

Das Amt für Straßen- und Radwegebau sowie die Straßenmeistereien in Neckarbischofsheim, Weinheim und Wiesloch bitten die Verkehrsteilnehmenden daher um erhöhte Aufmerksamkeit und Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen.

Text und Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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