Waldpflege im Dämmelwald in Wiesloch: Raum für die nächste Eichengeneration
(mar 12.2.26) Im beliebten Wieslocher Erholungswald „Dämmelwald“ stehen in Kürze umfangreiche Waldpflege- und Verkehrssicherungsmaßnahmen an. Ziel ist es, die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig den ökologischen Wert des Waldes langfristig zu sichern. Dafür hat die Forstverwaltung einen gezielten und abgestimmten Zeitplan erstellt.
Arbeiten in den Faschingsferien – Sicherheit hat Vorrang
Der Dämmelwald ist ein zentraler Erholungsschwerpunkt in Wiesloch. Gleichzeitig dient er vielen Kindern und Jugendlichen täglich als Schulweg. Um diesen wichtigen Verbindungsweg nicht während des laufenden Schulbetriebs zu gefährden, werden die Hauptarbeiten bewusst in die Faschingsferien gelegt (Woche ab 16. Februar 2026).
Während der Fällarbeiten müssen einzelne Waldwege kurzfristig gesperrt werden. Die Stadt bittet alle Waldbesuchenden – insbesondere Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Joggerinnen und Jogger sowie Radfahrende – diese Sperrungen zu ihrem eigenen Schutz unbedingt zu beachten. Im Fallbereich der Bäume sowie durch herabfallende Äste besteht Lebensgefahr.
Ökologisches Ziel: Licht und Raum für „Zukunftseichen“
Ein Schwerpunkt der Maßnahme ist die gezielte Förderung des Eichenbestands. Die mittelalten Eichen im Dämmelwald sind rund 60 Jahre alt. Damit sie sich gesund entwickeln und künftig die stattliche Größe der beeindruckenden Alteichen im benachbarten Waldbestand erreichen können, benötigen sie ausreichend Platz und Licht.
Durch die Entnahme bedrängender Nachbarbäume erhalten diese sogenannten „Zukunftsbäume“ die nötige Freiheit für eine optimale Kronenentwicklung. So wird die nächste Generation stabiler und prägender Eichen im Dämmelwald gesichert.
Verkehrssicherung an Bebauung und Spielplatz
Zusätzlich werden im Rahmen der Arbeiten erkrankte Eschen entnommen. Hintergrund ist das sogenannte Eschentriebsterben, das viele Bäume instabil gemacht hat. Da sich einige dieser geschwächten Bäume in direkter Nähe zur angrenzenden Bebauung sowie im Bereich des Waldspielplatzes befinden, ist ihre Entnahme aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht unumgänglich.
Bodenschutz beim Abtransport
Obwohl die Bäume zeitnah gefällt werden, verbleibt das Holz zunächst im Waldbestand. Die Böden sind aktuell sehr feucht und dadurch besonders empfindlich. Auf ein direktes „Rücken“, also den Transport der Stämme an die Waldwege, wird deshalb bewusst verzichtet.
„Wir warten mit dem Abtransport gezielt auf eine trockene Witterungsperiode, um den Waldboden so schonend wie möglich zu behandeln und Verdichtungen zu vermeiden“, erläutert der zuständige Förster Künzig. Mit dem Abtransport ist daher erst in den kommenden Wochen bis Monaten zu rechnen – abhängig von den Bodenverhältnissen.
Die Stadt Wiesloch und die Forstverwaltung danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen zum Erhalt eines sicheren, artenreichen und gesunden Stadtwaldes.
Text und Foto: Stadt Wiesloch
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